Ludwig Ganghofer

www.wissen-im-Netz.info

Ludwig Ganghofer - Die Martinsklause

Homepage
   Literatur
      Ludwig Ganghofer
         Die Martinsklause
            Buch 1
              Titel
              Kapitel 1
              Kapitel 2
              Kapitel 3
              Kapitel 4
              Kapitel 5
              Kapitel 6
              Kapitel 7
              Kapitel 8
              Kapitel 9
              Kapitel 10
              Kapitel 11
              Kapitel 12
              Kapitel 13
              Kapitel 14
              Kapitel 15
              Kapitel 16
            Buch 1
              Titel
              Kapitel 1
              Kapitel 2
              Kapitel 3
              Kapitel 4
              Kapitel 5
              Kapitel 6
              Kapitel 7
              Kapitel 8
              Kapitel 9
              Kapitel 10
              Kapitel 11
              Kapitel 12
              Kapitel 13
              Kapitel 14
              Kapitel 15
              Kapitel 16
              Kapitel 17
              Kapitel 18
              Kapitel 19

Kapitel 2

Nur mit spärlichen Lichtern drang die Morgensonne in den dichten, wirr verwachsenen Urwald, durch welchen Eberwein und Eigel auf mühsamen Pfaden niederstiegen. Ein leichter Windhauch, feucht und kühl, wehte zwischen den Bäumen und erfrischte die heißen Stirnen der Wanderer. Kein Wort wurde gesprochen. Eigel musste all seine Aufmerksamkeit daran wenden, um unter den vielfach sich kreuzenden Wildsteigen, zwischen dem wirren Gerank und Unterwuchs den rechten Pfad zu halten. Und Eberwein war tief in Gedanken versunken, fast unbewusst seinem Führer folgend auf Schritt und Tritt. Was er gesehen und erfahren in diesen vergangenen Stunden, brauste ihm durch Herz und Seele wie ein Sturm. Ein schwerer Kampf stand ihm bevor, aber mit siegesfreudigem Mut sah er allem Kommenden entgegen.

Der Wald wurde lichter, und eine grüne Matte schimmerte durch die Bäume. "Da haust der Gernreuter," sagte der Kohlmann. Eberwein erwachte aus seinem Sinnen: "Der Mann jenes unglücklichen Weibes? Führ mich zu ihm!"

Sie erreichten den Waldsaum. Eine weite, sonnige Wiese lag vor ihnen und in der Mitte ein großer Hag, dessen dichtes Flechtwerk fast von doppelter Mannshöhe war und von dem verwitterten Moosdach der eingeschlossenen Hütte nur einen schmalen Saum noch gewahren ließ.

"Ein Zaun wie eine Schanze!", meinte Eberwein.

"Wohl wohl, Herr, so hoch muss der Hag sein, dass im Winter, wenn der Schnee steigt, die Wölf' nicht drüber springen."

Sie näherten sich und hörten das Grunzen eines Schweins und die lachenden Stimmlein zweier Kinder. Als sie die Ecke des Hags umschritten, erblickten sie zwei Knaben von etwa vier und fünf Jahren, welche sich unter lustigem Balgen im Gras umherkugelten. All ihr Gewand war das dunkle Braun, das die Sonne auf ihre Haut gebrannt hatte; und dass das Wasser auch noch zu anderen Zwecken als nur zum Trinken geschaffen wäre, dessen schienen sich die beiden Knirpslein, wenn sie es überhaupt jemals gewusst hatten, seit geraumer Zeit nicht mehr erinnert zu haben. Als sie die näher kommenden Schritte hörten, hoben sie erschrocken die Struwwelköpfchen und starrten mit weit aufgerissenen Augen den Mönch an, der ihnen lächelnd entgegentrat, die Hand zum Gruß gestreckt. "Gott grüß' Euch, Kinderlein!"

Bevor jedoch Eberwein diesen Gruß noch ausgesprochen hatte, erhob das jüngere der beiden Bübchen ein zeterndes Geschrei und flüchtete gegen den Hag. Da hielt auch die bleiche Tapferkeit des älteren nicht länger stand, schreiend lief es hinter dem andern her, in der blinden Angst überrannten sie sich und stürzten. Einen Augenblick sah man vier nackte Beinchen in der Luft, sie rafften sich wieder auf, heulend und zeternd verschwanden sie im Hag und warfen hinter sich das Tor zu. Nun verstummte ihr Geschrei, und man hörte den hölzernen Riegel knarren.

Eberwein stand verlegen und ratlos, während Eigel aus vollem Hals lachte, dann ging der Kohlmann auf das Tor zu und rüttelte an den Bohlen. "Bauer! Heia, Bauer!", rief er mit lauter Stimme, aber es ließ sich aus dem Gehöft keine Antwort hören. "Er wird mit dem Vieh auf der Weid' sein. Und die Kinder machen nimmer auf."

"Was mag sie nur so erschreckt haben?"

"Schau Dein Häs1 an! Der Teufel und ein Pfaff, die sind allbeid' schwarz, und die Kinder machen halt keinen Unterschied."

Eberwein lächelte. "Er wird manchmal auch den Großen schwer." Einen Blick noch warf er über Tor und Hag. "Zwiefaches wird' ich erkämpfen müssen: Furcht bei den Wölfen und Vertrauen bei meinen Lämmern."

Sie folgten dem ausgetretenen Fußpfad, der über die Weise hinunterführte nach dem Waldsaum. Eigel hatte das Gehölz schon betreten; da blieb Eberwein stehen und griff nach der Ledertasche, die an seinem Gürtel hing. Er hatte sie am verwichenen Abend in Bruder Wampos Händen gesehen - da war sie gewiss nicht leer. Er öffnete die Tasche. Zuerst kam ihr gewohnter Insasse, ein kleines in Schweinsleder gebundenes Büchlein, zum Vorschein, dann folgte ein weißes Brot, ein Stück gebratenen Wildbrets und eine Handvoll roter Kirschen. Eberwein eilte zum Hag zurück, ließ sich auf die Knie nieder, und durch den schmalen Spalt, der unter dem Tor sich zeigte, schob er Brot und Fleisch und Krischen in das Gehöft. Der scheue Klang eines wispernden Kinderstimmleins ließ sich vernehmen: "Lueg, Wasli, da lueg hin ..."

Lächelnd erhob sich Eberwein. "Für Kindersinn muss auch Gottes Liebe eine verständliche Sprache wählen." Und eilenden Schrittes suchte er den Kohlmann einzuholen.

Der Wald, der die Wanderer aufnahm, wurde freundlicher, je weiter er zu Tal ging. Viehsteige liefen kreuz und quer - unter den Buchen gab es saftige Weide - und manchmal verrieten splitterige Baumstümpfe, dass hier schon die Axt gewaltet hatte. Aus der Tiefe des Waldes quoll ein dumpfes Rauschen herauf. Immer näher klang es, und als der Pfad, dem die beiden folgten, auf die Höhe einer stiel abwärts ziehenden Bergrippe lenkte, senkte sich vor Eberweins Blicken eine tiefe Schlucht, darin ein schäumendes Wasser floss. "Das ist der Albenbach," sagte Eigel.

Der Pfad verließ den Rand der Schlucht nicht mehr. Bald lenkte er vorüber an engem Geklüft, in dessen Tiefe ein Dunkel herrschte, dass man nur matt noch das weiße Wasser schimmern sah. Bald wieder führte er um breite Kessel, in denen das Wasser über hohe Felsstufen nieder brauste oder große stille Tümpel bildete, darin sich ein Stücklein blauen Himmels und die sonnbeglänzten Buchenwipfel spiegelten. Bei einer Wendung des Pfades blieb der Kohlmann stehen. "Heut wimmelt ja der ganze Berg von Leut'," sagte er und deutete durch eine Lücke des Gezweiges hinunter in die Schlucht, "da ist schon wieder einer! Und ich mein', es ist der Fischer ... freilich, er hat ja die Angelrut'!"

"Der Fischer? Jener Sigenot?", fragte Eberwein und trat mit raschem Schritt an Eigels Seite. In der Tiefe der Schlucht, jenseits des Baches, welcher hier in breiterem Bett um die Felsklötze rauschte, stand mit der Angelrute ein junger Mann von hohem, kraftvollem Wuchs. In dichten Strähnen quoll das braune Haar unter der pelzverbrämten, mit einer langen Schwanenfeder gezierten Lederkappe hervor und schwankte um die Wangen; das dem Wasser zugeneigte Gesicht war nicht zu erkennen, denn bläulicher Schatten lag darüber - man sah nur, dass ein junger Bart, etwas lichter als das dunkle Haupthaar, die Lippen und das Kinn umsprosste. Ein ledernes Wams ohne Ärmel, farblos und verwittert, umschloss die breite Brust, und ein plumper Gurt, an dem ein kurzes Messer in hölzerner Scheide hing, umspannte die Hüfte. Das aus rauhaariger Kotze geschnittene Beinkleid ließ die Knie nackt, und zottige Fellstücke waren mit Riemen um die Waden geschnürt. Ihm zu Füßen lag das hölzerne Fischlägel. Der aufdampfende Wasserstaub, farbig schimmernd in der Sonne, verhüllte zuweilen die ganze Gestalt des Fischers.

"Heia, Siegenot!", schrie der Kohlmann, aber der Fischer rührte sich nicht, das Rauschen des Wassers verschlang den Ruf.

"Er kann Dich nicht hören, steig zu ihm hinunter," sagte Eberwein, "und führ ihn her zu mir, ich will ihn kennen lernen."

Eigel griff nach den Ästen, um sich hinaus gleiten zu lassen über den Hang der Schlucht. Da hob der Fischer die Augen, aber nicht zu den beiden, sondern empor zur Höhe des Baches. Er schien dort oben etwas gewahrt zu haben, was ihn jäh um alle Ruhe brachte. Die Angel aufschnellend, sprang er mit flinkem Satz auf einen hohen Felsblock und deckte spähend die Hand über die Augen. Und dann, zurückspringend an das Ufer, haschte er den Riemen des Lägels, schwang das von Wasser triefende Fässlein auf den Rücken und eilte über den steilen Hang der Schlucht hinauf, als wär' es ebener Grund und müheloser Weg. Hinter schlagendem Gezweig, durch welches er sich hindurch geworfen hatte, verschwand er.

"Was sagst, Herr? Weg ist er ... und den holen meine alten Füß' nimmer ein!", brummte der Kohlmann. Da sah er, dass auch Eberwein emporblickte zur Höhe. "Was mag denn nur da droben sein?", fragte er und drückte die Zweige zur Seite, die ihm den Aufblick verwehrten. Hoch droben, am Rand einer Felsplatte, welche sich über das tief abfallende Geklüft hinausstreckte, sah er ein Pferd erscheinen - den Rappen, der die rote Recka trug. Das Pferd scheute vor dem Absturz und warf die Nüstern auf, aber ein Rutenhieb zwang es zum Sprung. Mit eingezogenen Hufen flog es über den Abgrund hinweg, auf ihm das Mädchen mit erhobenem Arm, das Haupt vom offenen Haar umflattert wie von einem roten Schleier. Noch im Sprung verschwanden Pferd und Reiterin hinter dichtem Gebüsch. Steine kamen in die Schlucht herabgerollt, und ihr Aufschlag übertönte das Rauschen des Wassers. Eigel stieg auf den Pfad zurück. "Jetzt, Herr, sag' selber ... hat die da droben Flügel oder nicht?"

"Flügel nicht, aber einen freveln Sinn, welcher Gott versucht."

"Sie muss hieher kommen, sie hat keinen andern Weg."

"So lass uns warten!"

Schweigend standen sie. Nach einer Weile hörten sie seitwärts aus dem Wald eine helle, singende Stimme, die sich entfernte.

"Herr, wir haben umsonst gewartet," lachte der Kohlmann, "Sie ist gradaus geritten durchs Holz. Ist das eine! Wo unsereins kaum durchschlieft, findet die noch Bahn für ein ganzes Ross!"

Eberwein wandte sich schweigend ab, und so folgten sie wieder ihrem Weg. Ein halbes Stündlein waren sie talwärts gestiegen, da wurde zwischen sonnig durchleuchteten Bäumen der Pfad so eben, dass er ein gemächliches Wandern gestattete. Eberwein zog das kleine Büchlein aus der Tasche. Die pergamentenen Blätter waren mit zierlicher Schrift und winzigen Malereien bedeckt. Dieses Büchlein war sein Trost in ernsten und schweren Stunden. Es hatte ihm gar oft schon den Sturm der Seele beschworen. Ob ihm sein Freund Horazius wohl auch jetzt die Erregung lösen würde, die all sein Wesen erfüllte! Aufs Geratewohl schlug er das Büchlein auf und begann zu lesen:

"Justum et tenacem propositi vium
Non civium ardor prava jubentium,
Non vultus instantis tyranni
Mente quatit solida ..."

Still waren die beiden eine Weile dahin geschritten, als von einer Lichtung her, die aus dem nahen Waldtal heraufschimmerte, laute Stimmen klangen. "Herr, Deine Leut' sind da!", rief Eigel über die Schulter.

Sie beschleunigten ihren Gang und traten bald unter den Bäumen hervor. Am Ufer der Ache, welche breit und ruhig in ihrem felsigen Bett das Tal durchfloss, lag eine kleine blumige Matte. Vier Saumtiere zogen weidend über das Gras, die Rücken schweißfleckig von der schweren Last, die man ihnen abgenommen hatte. Im Schatten eines Gebüsches lagen die Ballen und Päcke übereinander gehäuft. Am Waldsaum, unter alten Moos behangenen Fichten, brannten zwei lustige Feuer. Über dem einen hing an gekreuzten Stangen ein kupferner Kessel, in welchem Wasser dampfte. Ein junger Mönch trug dürres Holz herbei. Es war eine stämmige ungeschlachte Gestalt. Arme wie Balken, Fäuste wie Hämmer. Heller als Flachs noch schimmerte das geschorene Haupthaar, und der silberblonde Bart hing dick und zottig nieder, als hätte man dem Bruder Schweiker einen ganzen Spinnrocken vors Gesicht gebunden; dazu ein sonnverbranntes, gutmütiges Jünglingsgesicht und unter den weißen Brauen zwei wasserblaue Augen, welche so harmlos blickten, wie die Augen eines Kindes.

Über dem anderen Feuer schmorte an hölzernem Spieß ein mächtiges Rippenstück, und Bruder Wampo, der neben dem Feuer kauerte, Gesicht und Hände dunkelrot von der Hitze, drehte achtsam den von ihm selbst gefertigten Spieß und goss mit hölzernem Löffel reichlich Fett über den rauchenden Braten. In seiner kauernden Stellung verdeckte die schwarze Kutte seine Füße, die aufgezogenen Knie verschwanden unter dem Bäuchlein, und so war er in seines Leibes rundlicher Fülle schier anzusehen wie eine große Kugel, der man ein kleines beinernes Köpflein aufgesetzt hatte. Denn von den Brauen an, über den ganzen Kopf hinweg, bis in den faltigen Nacken hinunter war keine Spur eines Härleins zu entdecken, und bartlos war auch das rote Gesicht mit dem breiten, immer lächelnden Mund, mit den rührsamen Hängebacken und den kleinen, tief versunkenen Äuglein, die so flink und glänzend blickten wie zwei Vogelaugen. Und wie hurtig die Hände gingen! Jeder Griff und jede Bewegung war wie ein Haschen nach einer Mücke.

Um ihn her standen vier Knechte, die Führer der Saumtiere; und im Schatten des Waldes lagen zwei gewappnete Kriegsleute, deren langmähnige Pferde an einen Baum gekoppelt waren. Einer der Knechte, welcher den Kohlmann mit Eberwein aus dem Wald treten sah, pufften den Bruder Wampo mit dem Knie in den Rücken. "Guck, Du, Dein Herr kommt!"

Der Bruder blickte auf. Er machte eine zuckende Bewegung, als wollte er vom Feuer hinweg springen. Aber seine Hand war wie festgewachsen an der Kurbel des Bratspießes. Einen flinken, musternden Blick warf er über die Knechte, dann rief er zum Feuer hinüber: "Komm her, Bruder, und dreh den Spieß! Die da können ja nichts als fressen ... schau nur, wie sie am Dampf schnuppern, der Hunger hängt ihnen schon zu den Augen heraus, und das Wasser läuft ihnen im Maul zusammen."

Die Knechte lachten, und Schweiker kam herbei gestapft, schwer und langsam, wie ein Baum, dem Füße gewachsen sind. "Da bin ich, was soll's?"

"So, komm he rund hock Dich nieder! Mit der Linken dreh den Spieß..." Wampo drehte, bis Schweiker die Hand an die Kurbel gelegt hatte. "So, recht so ... und da hast den Löffel, und da steht das Häfelein mit dem Schmalz. Gieß nur allweil schön langsam auf! Und beim Drehen und aufgießen musst Acht haben, dass nicht zu viel Fett ins Feuer tropft, sonst schlagt die Flamm' in die Höh' und sengt mir den Braten an. Hast verstanden?"

"Wohl wohl!"

Wampo stand noch eine kleine Weile und blickte mit prüfendem Ernst auf Schweikers Hände. Dann nickte er befriedigt, wischte die fetten Finger über die Hüften, fuhr mit den Kuttenärmeln vom Nacken herauf über die Schweiß betropfte Glatze und sprang über die Matte hinweg auf Eberwein zu, flink und hopfend wie ein Ball, der im Spiel getrieben wird. Bruder Wampo hatte Schwung in den kurzen Beinen, trotz seines Bäuchleins.

"Salve domine!", rief er mit strahlendem Gesicht.

"Gott zum Gruß, Bruder!", erwiderte Eberwein lächelnd. "Ich sehe, Du bist schon fleißig bei der Arbeit."

"Freilich, freilich, es schreien doch alle Mägen schon, am lautesten der meinige. Aber sagt, Herr, war't Ihr droben? Wie schaut es aus, unser Land? Wirklich so, wie uns Pater Meginhart aus der Salzaburg geschrieben: 'vasta solitudo, quae saltus ferarum et cubile draconum est2?'"

"Von einer vasta solitudo hab' ich nichts entdeckt. Unser Land ist blühend in Schönheit und gesegnet von Gottes Hand. Aber," fügte Eberwein scherzend bei, "mit den Drachen mag es wohl seine Richtigkeit haben. Einem bin ich begegnet!"

Wampos Äuglein wurden starr, und mit hurtiger Hand schlug er ein Kreuz über das erschrockene Gesicht. "Misericordia Domini! Er hat Euch doch nicht angeblasen mit seinem Gifthauch? Aber nein, nein, sonst stündet Ihr ja nimmer da vor mir, gesund und lebendigen Leibes!" Er schlug die Hände über den Kopf zusammen. "Mirum spectaculumque! Sagt, sagt, wie hat er denn ausgeschaut? Halb wie der Teufel und halb wie Fisch und Vogel? Gelt?"

"Nein, Bruder, ein klein wenig anders. Unten wie ein Pferd und oben wie ein Weib. Zwei Köpfe hat er gehabt, sechs Füße und zwei Arme, vier Hufe und zehn Finger, eine schwarze Mähne und rotes Lockenhaar, zwei dampfende Nüstern und einen Gesicht und eine Nas' im andern ..." Eberwein konnte nicht weiter sprechen, er musste lachen.

Da schien auch in Bruder Wampos Oberstübchen das Verständnis aufzudämmern. "Ach, Ihr...", brummte er schmollend. "Aber jetzt kommt, Herr, ich hab' schon ein Plätzlein für Euch ausgesucht, im schönsten Moos und im besten Schatten."

Eigel ließ sich nieder, wo er stand. Eberwein folgte dem Bruder und blickte mit suchenden Augen umher. "Wo ist Waldram?"

"Ins Holz ist er hineingegangen, wo's still und finster ist. Beim Feuer war's ihm zu lustig."

"Und Herr Friedrich von Haunsperg?"

"Er ist auf dem Weg zurück geritten bis zum anderen Bach, an dem wir vorbeizogen. Wie wir dahergekommen sind, und Ihr seid nicht da gewesen, hat er gemeint, der Kohlmann hätt' die Abred' falsch verstanden, und Ihr wär't auf demselben Weg herunter, auf dem Ihr hinaufgestiegen seid."

"Man muss ihm Botschaft schicken."

"Wohl wohl, das besorg' ich schon. Setzt Euch nur!"

Bruder Wampo hatte das Ruheplätzchen für Eberwein prächtig gewählt: Zu Füßen einer Fichte, in schwellendem Moos und dicht am Ufer der Ache, deren kristallene Wellen mit sachtem Gemurmel um die grauen Steine spielten. "Hier ist gut sein1", lächelte Eberwein und streckte tief atmend die Glieder.

Bruder Wampo hopfte geschäftig hinweg, und gleich darauf schwang sich einer der beiden Kriegsknechte aufs Pferd und trabte durch den von zitternden Lichtern erfüllten Wald davon. Als der Bruder zum Feuer zurückkehrte, saß Schweiker breit auf der Erde und quirlte langsam den Bratspieß zwischen den Händen, während einer der Knechte das Aufgießen besorgte.

"Ja was ist denn? Was machst denn da?"

Mit rotem Gesicht und verlegenen Augen blickte Schweiker zu Wampo auf. "Ich weiß nicht ... ich muss wohlein lützel grob zugegriffen haben, da ist mir die Kurbel in der Hand geblieben!"

"Natürlich! Wo so ein Pratzl hingreift, da halt't kein Holz nimmer stand."

"Ich hätt's ja wieder gemacht," stotterte Schweiker, "aber ich hab' mich nicht getraut, dass ich den Spieß rasten lass'."

"Du Unglücksmensch! Hast mir am End' gar den Braten verbrennen lassen?" Erschrocken beugte sich Wampo über das kreisende Rippenstück, doch er atmete erleichtert auf. "Gott sei Dank! Aber lang hätt's nimmer gedauert, so wär' das Unglück fertig gewesen. Gib her!" Geschäftig schob er mit dem Ellbogen den Bruder beiseite und übernahm wieder die Sorge für den Braten. Schweiker erhob sich, ließ den Kopf hängen und ging davon.

Eberwein saß in seinen Horaz vertieft. Manchmal ließ er das Buch sinken und blickte mit sinnenden Augen über die sonnige Matte hinweg oder nieder in das Spiel der Wellen. Da klang vom höheren Bergwald her eine singende Mädchenstimme, hell und jauchzend. Eberwein hob lauschend den Kopf, sah gegen den Wald hinauf und dann hinüber zu Eigel. Der Kohlmann nickte und deutete über die Schulter, als wollte er sagen: Das ist sie schon, da kommt sie! Immer näher klang die Stimme, und die Worte des Liedes wurden verständlich:

"Ich hab' ein' trauten Liebgesell,
Heija!
Der ist als wie der Wind so schnell,
Heija!
Und wenn ich reit' auf grüner au,
In Wald und tiefen Klüften,
Zieht hoch er über mir im Blau
Und grüßt mich aus den Lüften.
Heia ho! Mein Edilo,
Mein weiß gefleckter Falke!

Es lag sein Horst, weiß nicht wie weit,
Heija!
Doch kennt er nicht das Heimeleid,
Heija!
Und fliegt er noch so hoch und frei,
Mein Wink beruft ihn schnelle;
So minnet er mich fest und treu,
Recht wie ein Trautgeselle.
Heia jo! Mein Edilo,
Mein weiß gefleckter Falke!"

Ein heller Jauchzer endete das Lied. Das Knacken brechender Äste ließ sich im Wald vernehmen, gedämpfter Hufschlag näherte sich, und zwischen weichendem Gezweig erschien der Rappe, welcher Wazemanns Tochter trug. Von der Trense des Pferdes troff der Schau, und in weißen Flocken hing ihm der Schweiß an Hals und Flanken; eine braune Bärendecke mit nieder baumelnden Tatzen verhüllte den Sattel, auf welchem Recka ruhte. Auf der einen Seite hing die Beute des Morgens, der Bartgeier, mit verwirrtem Gefieder und schwankenden Flügeln vom Sattelknopf herab, auf der anderen Seite stak in einem ledernen Köcher der kurze dick besehnte Stahlbogen mit den gefiederten Pfeilen. In knappen Falten floss das graue Wollkleid, welches schmucklos die stolze schöne Gestalt umschmiegte, bis auf den Schuh hinab, an dem der silberne Stachel blitzte. Ein kleines grünes Käpplein mit einem Büschel zarter Reiherfedern bedeckte, nicht das Haupt, nur den Scheitel und verschwand fast unter dem üppigen Gelock des rot schimmernden Haars und zwischen den zausigen Ringeln, die um Stirn und Schläfe zitterten. Blätter und kleine Reiser hingen im Haar verstrickt, und das unhöfliche Gezweig des Waldes hatte dünne rote Linien auf die halbentblößten Arme gezeichnet. Auch über die ein Wange ging ein roter Strich, wie mit einer Nadel gerissen, doch er störte nicht die Schönheit des Gesichtes, sondern erhörte nur den kühnen Ausdruck dieser Züge und stimmte so gut zu diesem trotzigen Mund und den dunkel blitzenden Augen.

Eberwein erhob sich und blickte halb verwirrt und halb in unmutiger Strenge auf das schöne Weib. Recka hatte, von dem Anblick der Mönche überrascht, jählings die Zügel des Pferdes angezogen. Hastig glitten ihre Augen über die Gruppe der Männer, über die flackernden Feuer und über die Saumtiere, die auf der Matte weideten. Dann lachte sie. "Bei meiner Mutter Friderun! Sind die Untersberger Raben ausgeflogen? Oder ..." Ihr Blick haftete auf Eberwein, "oder bist Du von den Kutten eine, die meinem Vater sein Land nehmen wollen? Mir meinen Wald, meine Jagd und meine Freude?"

Eine dunkle Röte färbte Eberweins Stirn. "Jagen magst Du, wo und wann es Dir beliebt. Der Wald ist frei und hat Wege für jedermann. Deinem Vater aber kann nicht genommen werden, was nicht sein eigen ist."

"Nicht sein eigen?", lachte Recka, als hätte sie einen guten Scherz gehört. "Haha! Mein Vater und meine Brüder werden die Ohren spitzen, wenn sie solche Weisheit hören!"

"Nie war Dein Vater dieses Landes Herr! Wer gab es ihm? Wer hat ihn belehnt mit diesen Bergen? Wo steht das Recht geschrieben, das er sich anmaßt?"

"In seiner Faust! Und lass Dich warnen, Mönch! Das ist eine Schrift, die noch keiner gern gelesen hat!"

Eberwein richtete sich auf. "Ich werde sie öffnen, diese Faust, und werde finden, dass alles in ihr geschrieben steht, nur nicht ein Wort des Rechts. Nie war Dein Vater mehr als ein Diener seiner gräflichen Herrin, welche dieses Landes Geschick in die Hand der Kirche legte, in meine Hand. Ich komme nicht, um Deinen Vater zu verjagen. Er mag, als mein erster Diener, auch fernerhin bleiben, was er gewesen, der Spisar3 dieser Landmark. Doch wird er sich der Ordnung fügen, die ich aufrichte. Gerechte Buße wird er leisten für jedes Unrecht, das er begangen, und dem Gräuel und Laster ein Ende machen, das seine Söhne hinaustragen aus ihres Vaters Haus."

Recka erblasste. Es schien, als wollte sie sprechen, doch sie fand nicht Worte, während Eberwein weiter sprach mit flammender Kraft der Rede: "Erkennen soll er, dass der Ärmste in der Hütte mir wert ist als Gottes Geschöpf und meines Landes Kind, das meinen Schutz genießt und meine Liebe. Sicherer Friede und freundliches Glück soll gedeihen unter meinem Stab, und frohe Zeit soll Einkehr halten unter jedem Dach. Will Dein Vater mir helfen bei diesem Werk, dann soll mir sein Dienst willkommen sein. Doch leistet er mir Widerstand, krümmt er einem meiner Leute nur ein Haar, reißt er wider Recht nur einen Strohhalm von eines Bauern Dach, so ist er gewesen, was er war, ich lösche seinen Namen, und sein Wort und Wille soll in meinem Land wie Rauch sein, den der Wind verwehte. Bringe Deinem Vater diese Botschaft ... das lässt ihm Eberwein Frymann sagen, der erste Propst im Berchtersgadem."

Eberwein schwieg. Die Knechte hinter ihm sahen sich mit erstaunten Gesichtern an, Schweiker machte zwei Fäuste und hing mit leuchtenden Augen an dem Pater, sogar Bruder Wampo hatte seines Amtes am Feuer so weit vergessen, dass der Braten eine verdächtig brauen Kruste bekam. Eberwein fühlte seine Hand ergriffen - der Kohlmann kniete neben ihm. "Eigel," stammelte der Mönch, "steh auf, wir Menschen sollen nur knien vor Gott!"

"Nein, Herr, auch vor der Lieb'!" Eigel erhob sich, und vor Eberwein zurücktretend mit einem Lachen, als wären ihm die Tränen nahe, murmelte er in seinen weißen Bart: "Wären nur alle da gewesen! Hätten's nur alle hören können! Aber laufen will ich, was mich meine Füß' tragen, und ausschreien will ich's von Haus zu Haus!" Er packte seinen Stab, und ohne zu denken, dass man seiner Dienste noch bedürfen könnte, eilte er quer durch den Wald davon.

Reckas Rappe trippelte mit bebenden Hufen und warf, knirschend die Trense beißend, immer wieder den Kopf empor - er hatte den Stachel gefühlt. Schwankend, mit dem Körper jeder zuckenden Bewegung des Pferdes folgend, saß Recka im Sattel. Sie nagte an den Lippen, zornig blitzten ihre Augen, und in ihrer Hand zitterte die Gerte, die sie im Wald gebrochen hatte. Dann lachte sie wieder, und während sie alle Kraft gebrauchte, um die Unruhe des Pferdes zu bändigen, rief sie Eberwein mit spottendem Klang der Stimme zu: "Das war wohl die erste Predigt, die Ihr in Eurem neu gebackenen Sprengel gehalten, Herr Propst? Aber sagt mir doch ... soviel ich weiß, gehört zu einem Propst ein Kloster wie zum Reiter ein Ross. Wo steht denn Euer Kloster? Ich seh' es nirgends. Habt Ihr's vielleicht in der Kutte stecken wie die Katze im Sack? Heraus damit! Ihr seht doch, wie mich die Neugier plagt!"

"Spotte nur," erwiderte Eberwein mit schwer erkämpfter Ruhe, "Du und die Deinen, ihr werdet mein heiliges Haus noch sehen, sicher gebaut auf einen Fels. Noch steht es in Gottes Hand. Doch über Jahr und Tag soll die Glocke rufen von meines Klosters Dach, und ihre Stimme soll freundlich klingen allen Guten!"

"Ach so," unterbrach ihn Recka lachend, "und bis dahin werdet ihr fasten und beten: 'Komm uns zu Hilfe, o Herr!' ... und geduldig warten, bis der leibe Gott so gefällig ist und trägt Euch das Kloster auf der Hand herunter und stellt es hin auf das Flecklein, auf dem es Euch passen möcht', mitten hinein in meines Vaters Land." Sie lachte hell auf.

DA klang hinter ihr eine zornige Stimme von schneidender Schärfe: "Weh' über Dich, denn Du hast Gott gelästert!"

Reckas Lachen verstummte, betroffen wandte sei das Gesicht, dabei am Zügel reißend, dass der Rappe sich bäumte.

Pater Waldram war unter den Bäumen hervorgetreten. Eine hagere Mönchsgestalt, das Antlitz finster, die Lippen welk und erloschen, schlaff und fahl die Wangen, und in tiefen bläulichen Höhlen lagen die brennenden Augen. Er fasste das Kreuz, das an einer Schnur von Holzperlen an seinem Gürtel hing, hob es mit gestrecktem Arm empor und kam auf Recka zugeschritten: "Sieh dieses Zeichen an! Es ist das Zeichen des Gottes, der Dein frevelndes Wort gehört und der auf Dich sein Gericht hernieder schicken wird mit flammenden Blitzen und stürzenden Bergen ..."

Recka erhob die Gerte - doch mit beiden Händen musste sie die Zügel fassen, um nicht die Herrschaft über das immer ungestümer sich gebärdende Pferd zu verlieren. Zornig rief sie: "Schafft mir diesen Narren weg, mein Pferd verträgt seinen Anblick nicht!"

"Schmähe nur," eiferte Waldram, "Du sollst noch erkennen, welche Weisheit in diesem Zeichen wohnt. Hier! Sieh es an und zittere! Seiner wirst Du gedenken an dem Tag, an welchem diese höllische Schönheit abfällt von Deinem Leib wie faulende Rinde vom Baum. In Ekel wird sich verwandeln jeder Reiz, mit dem Du mein Auge quälst, nach Dir greifen wird die rächende Hand und wird Dich nieder ziehen ..."

Mit zuckenden Fingern griff Waldram noch Reckas Gewand; doch im gleichen Augenblick stand Eberwein an seiner Seite, den Arm des Eiferers umklammernd: "Mäßige Dich, Waldram! Du weißt nicht, was Du redest ... und nicht, zu wem ..." Er konnte nicht weiter sprechen - mit beiden Händen musste er Waldram hinweg reißen, wenn sie nicht Gefahr laufen wollten, von den schlagenden Hufen des scheuen Pferdes getroffen zu werden.
War es die Erscheinung und das Gebaren Waldrams gewesen oder das plötzliche herbei Treten Eberweins, was die volle Wildheit des Pferdes entfesselt hatte - mit fuchtelnden Hufen, schäumend und mit schmetterndem Gewieher stieg es in die Luft, drehte sich im Kreis und flog mit tollen Sätzen hinaus in die Wiese. Die Saumtiere flüchteten ins Gebüsch, schreiend rannten die Knechte auseinander, und Bruder Wampo warf im ersten Schreck den Spieß mitsamt dem Braten über die Schulter und sprang in den Wald hinein.

Mit erblasstem Gesicht, die Lippen eingekniffen, die Augen blitzend unter den gefurchten Brauen, saß Recka im schwankenden Sattel, mit dem Aufgebot aller Kräfte gegen die Wildheit des Pferdes kämpfend. Doch der Rappe schien Zügel und Stange nicht mehr zu fühlen. Bald mit zuckenden Hinterfüßen ausschlagend, dann wieder sich bäumend, blad mit vorwärts stürmenden Sätzen, dann wieder mit jähen Seitensprüngen, raste das Pferd auf der Wiese hin und her. Jetzt kam es dem Ufer zu nah, unter seinen Hufen wich der Grund - um nicht zu stürzen, sprang es in den Bach, tollte darin umher, dass Ross und Reiterin fast verhüllt wurden vom aufspritzenden Wasser - dann wieder stand es mit jähem Sprung am Ufer. Recke wankte im Sattel, ein leiser Schrei zitterte von ihren Lippen, und während sie schon zu sinken drohte, stürmte das Pferd dem Wald entgegen.

Doch als es den Saum erreichte, dicht vor den ersten Bäumen, brach es jählings in die Knie, als hätt' es ein Blitzschlag niedergeworfen. Sigenot, der Fischer, den niemand kommen sah, hatte mit eisernen Griff die Zügel gefasst. Nun tat er einen Ruck mit der Faust - das Pferd erhob sich und stand, keuchend und zitternd an allen Gliedern. "Da bin ich zu rechter zeit gekommen!", rief Sigenot lachend zu Recka hinauf, welche den festen Sitz im Sattel wieder fand. "Sonst hätt' es Dir gehen können wie König Davids Sohn, von dem mir die alte Hiltischalk erzählt hat, dass er mit dem Goldhaar hängen blieb an den Ästen ..."

"Gibt die Zügel frei!", stieß Recka mit bebender Stimme hervor. "Ich dank' Dir nicht für diesen Griff!"

Wie ein Wolkenschatten ging er über das sonnverbrannte, männlich schöne Gesicht des Fischers. Doch ruhig blickten die klaren, lichtbraunen Augen zu dem Mädchen auf. "Ich hab' nicht gefragt um Dank ... ich hab' ein scheues Ross gesehen und hab's zur Ruh' gebracht!" Er ließ den Zügel fahren und trat zurück.

Recka drückte den Stachel in die Flanke des Pferdes. Keuchend machte das Tier einen Sprung und schoss davon, dem schmalen Weg folgend, der zwischen Bäumen verschwand. Vor dem Gezweig sich duckend, haschte Recka das flatternde Haar und wand es um den Hals.

Verstummt, doch immer noch mit erhobenem Kreuz stand Waldram und starrte der Entschwindenden nach. Eberwein wandte sich zu ihm, eine Wolke des Unmuts auf der Stirn. "Ich wollte, Dein Übereifer hätt' uns diesen Auftritt erspart."

Waldram ließ den Arm sinken, und ein trockenes Lächeln glitt über die welken Lippen. "Sieh zu, ob Du Besseres wirkst mit Deiner Lauheit! Wir beide verstehen uns nicht ... in Dir ist der Menschen Zweifel und Schwäche, in mir ist Gottes Zorn."

"Darüber wollen wir nicht rechten," erwiderte Eberwein ernst. "Doch merke Dir, Waldram: Ich will hier bauen, nicht zerstören!"

Wortlos kehrte Waldram sich ab und trat in den Schatten der Bäume.

<   >


1 Gewand. ^
2 "Eine wüste Einöd, welche der Tummelplatz reißender Tiere und die Wohnstätte der Drachen ist" - eine Stelle aus dem libellus vetustissimus, der ältesten Urkunde des Klosters Berchtesgaden, in welcher die Gefahren geschildert werden, mit denen die Erbauer der Martinszelle zu kämpfen hatten.
^
3 Verwalter, Vogt.
^

© 1999-2007 Copyright by Jürgen Kühnle
Über Anregungen und Kommentare zu diesen Seiten würde ich mich freuen juergen@kuehnle-online.de.