Ludwig Ganghofer

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Ludwig Ganghofer - Der Mann im Salz

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      Ludwig Ganghofer
         Der Mann im Salz
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Kapitel 3

   In dem sauber gepflegten Gemüsegarten, der das Haus des Wildmeisters umgab, waren alle Blumen des Frühlings in Blüte. Dem Jäger stieg es heiß ins Gesicht, als er eine Rabatte mit roten Aurikeln sah, mit ‚Liebherzensschlüsselen’. Vor allen Fenstern hingen Blumengitter aus Weidengeflecht, und an den Rosenstücken, mit denen sie besetzt waren, begann das Laub zu sprossen. Ein Stall und eine Tenne waren unter gleichem Dach an das Haus gebaut, und in der Tiefe eines langen Wiesgartens sah man den großen Hundezwinger, hinter dessen Staketen an die dreißig Hunde umhertrabten, gelbe Bracken und gefleckte Rüden.

   Vor der Tenne saß ein alter Knecht in der Sonne und schor einem Schaf die Wolle herunter. Zwei hübsche Kinder standen dabei und guckten zu, ein vierjähriger Bub mit schwarzem Krauskopf, hemdärmelig, in kurzen Lederhöschen, und ein fünfjähriges Mädle mit blondem Zopf, in einem lichtblauen Leinwandröckl. Als die Kinder den Fremden sahen, kamen sie neugierig gelaufen. Der Vater drückte ihre Köpfe zärtlich an sich. Dann sagte er: „Marsch weiter, ihr kleine War! Da wird eine ernste Sach geredet!“ Und rief zu dem Knecht hinüber: „He! Schinagl! Tu mir die Kinder hüten!“

   „Miggele! Bimba!“ Der Knecht winkte mit der Schere. „Kommet her da! Ich verzähl Euch was Schönes!“

   „Vaterle?“, fragte das Bürschl. „Ist das noch lang, bis morgen?“

   „Nein, Miggele, das wird’s gleich haben. Am Abend schlafst Du ein bissl, und wenn Du die Guckerln auftust, ist es morgen. Und die Madda ist wieder da.“

   „In der Früh schon?“, zwitscherte das Mädel.

   „Wie bräver Du bist, wie bälder kommt sie. Jetzt geht miteinander zum Schinagl!“ Der Wildmeister führte das Pärchen bis zur Tenne, kam zu Adelwart zurück und ließ sich neben der Haustür auf die Steinbank nieder. „Also, Bub, sitz her da! Und die erste Frag: Warum bist fort von Deinem Herrn?“

   „Der ist fort von mir. Evangelisch ist er gewesen. Allweil ein guter, lustiger Herr. Vier Jahr kann’s her sein, da ist er einmal heimgekommen von seiner Fahrt zum Regensburger Reichstag, ganz verdrossen und verwendet.“

   Peter Sterzinger schnackelte. „Das ist selbigs Mal gewesen, wie die luthrischen Unisten und die römischen Ligianer so schiech aneinander geraten sind.“

   „Davon weiß ich nichts. Aber ich seh’s noch allweil, wie mein Herr zum Tor einreitet. Noch im Stegreif hat er seiner lieben Ehfrau zugeschrien: ‚Böse Zeitung, Weib, das Feuer geht auf, und Gut und Leben, Volk und Reich und alles ist in Fahr!’ Selbigs Mal zu Regensburg, da muss mein Herr mit dem Salzburger bös überzwerch geraten sein. Der hat ihm derzeit das Leben so sauer gemacht, dass mein Herr verkaufen hat müssen. Vor drei Tag ist er fort mit Weib und Kind ins Brandenburgische.“

   Der Wildmeister drehte missmutig das Gesicht über die Schulter, als könnte er über die Berge hinausgucken nach Salzburg. Dann sagte er: „Du hast mir gefallen, Bub! Aber wenn Du Deines Herrn Glauben hast, so ist kein Bleiben für Dich.“

   „Ich bin römisch getauft und bin’s geblieben.“

   Peter Sterzinger sah verwundert auf. „Dein Herr hat nit verlangt, dass sein GEsind zum gleichen Herrgott betet wie er?“

   „Der hat jeden glauben lassen, was er mögen hat.“

   Der Wildmeister machte die Bewegung des hämmernden Spechtes. Das schien bei ihm ein Zeichen gebesserter Laune zu sein. „Wer ist Dein Herr gewesen?“

   „Der Edelherr von Buchberg.“

   „Buchberg? Buchberg?“ Peter Sterzinger besann sich. „So hat doch einer geheißen, an den das Stift den Söllmann verkauft hat?“

   „Freilich! Den Söllman hab ich hundertmal auf die Rotfährt angelegt. Herrgott, ist das ein Hund gewesen! So einen darf man suchen.“

   Das begeisterte Lob des Hundes, den Peter Sterzinger in seinem Zwinger gezogen, ließ die beiden auf der Steinbank näher aneinanderrücken. Ein Stündl ging mit den Geschichten hin, die der Jäger von Söllmanns Wundertaten im Buchberger Forst zu erzählen hatte. Immer häufiger machte der Wildmeister den Specht, und schließlich klatschte er dem Jäger die Hand aufs Knie. „Jetzt sag mir, Bub, wie heißt Du denn?“

   „Adelwart.“

   „Wie noch?“

   „Ich hab sonst keinen Namen.“

   „Du musst doch auch nach Deinem Vater heißen?“

   Der Jäger schüttelte den Kopf und begann zu erzählen, während seine Augen an den roten Aurikeln hingen. Vor sechsundzwanzig Jahren hatten zu Buchenau, in dem kleinen Dorf, das mit seinen hundert Hütten dem Buchberger Schloss zu Füßen lag, die Bauern in einer Herbstnacht wildes Geschrei auf der Landstraße gehört, ein Dutzend Musketenschüsse, Waffengeklirr und den Hufschlag jagender Pferde. Niemand hatte sich aus dem Haus gewagt. Im Grau des Morgens hatte man auf der Straße einen umgestürzten Blachenkarren gefunden. Erschossen lag der Fuhrmann neben dem toten Pferd, und zwischen den Rädern ein erschlagener Mann, der wie ein Knecht gekleidet war, aber weiße Hände ohne Schwielen hatte. Unter der Blache des Karrens hörte man leises Wimmern und fand in Magdkleidern eine junge Frau, die gesegneten Leibes war, mit einem Säbelhieb über das schöne Gesicht. Sie hauchte ein paar Worte in einer Sprache, die keiner verstand. Die Bauern trugen die Frau zum Widum. Auf den Dielen der Pfarrstube gab sie sterbend einem Knaben das Leben, einem Würml zum Erbarmen, kein Härchen auf dem Kopf, keinen Nagel an den winzigen Fingern.

   „Und bist so ein fester Bub worden!“

   Adelwart nickte.

   Die drei toten Menschen hatte man bei der Friedhofsmauer zur Ruh gelegt. Der Pfarrer hatte nicht den Mut, sie christlich zu begraben. Dazu hätte er wissen müssen, ob sie auch christlich getauft waren. Zu dem geplünderten Karren und in den Kleidern der Toten hatte man nicht das geringste gefunden, was Aufschluss hätte geben können. Seine Härte gegen die namenlosen Toten machte der Pfarrherr an dem lebenden Bübl wett. Das behielt er im Widum. Seine alte Magd musste das Kind mit Geißmilch aufpäppeln. Und als der Bub heranwuchs, sollte ein Priester aus ihm werden.

   „Mein guter Pfarrvater hat mir Lesen und Schreiben gelernt und hat schon Lateinisch mit mir angefangen. Im Herbst einmal, in einer Lecktion, da hat er konjugieret: ‚minior, mortuus sum’, hat einen schlag auf den Boden hingetan und ist tot gewesen. Der junge Kaplan, der hinter ihm gekommen ist, hat nichts wissen mögen von mir. So bin ich mit vierzehn Jahr im Buchberger Schloss als Trossbub eingestanden. Weil mir allweil der Wald das Liebste gewesen, bin ich Jäger worden.“

   „Und ein guter!“ Peter Sterzinger legte ihm die Hand auf die Schulter. „Das hab ich herausgehört, wie Du vom Söllmann erzählt hast. Aber dass ich vor meinem Herrn das Gewissen salvier, müssen wir die Prob aufs End bringen.“ Er ging ins Haus und brachte eine Armbrust und ein Luntengewehr mit Pulverhorn und Kugelbeutel. „Jetzt zeig, was Du kannst!“

   Adelwart griff zuerst nach der Armbrust.

   „Brauchst Du eine Zwing?“

   Der Jäger spannte den dicken Stahlbogen frei mit den Händen. „Gib mir ein Ziel!“ Er legte den Bolzen auf.

   Peter Sterzinger zupfte von den roten Aurikeln ein Blümchen ab und steckte die Blüte auf fünfzig Gänge an die Rinde eines Baumes. Wie ein winziger Blutstropfen sah das aus. Adelwart, dem es heiß über die Wange brannte, stammelte: „Meister, auf das Liebherzensschüsselein schieß ich nit gern.“

   „Das ist närrischer Aberglauben!“

   Schweigend hob Adelwart die Wehr ans Gesicht. Man sah es ihm an, wie ein eiserner Wille alle Muskeln seines Körpers straffte. Die Sehen schnurrte, und ein Zisch ging durch die Luft.

   „Brav, Bub!“ Peter Sterzinger schnackelte. Um die Breite eines Messerrückens stak der Bolz neben der roten Blüte. Und Adelwart schmunzelte; jetzt hatte er’s allen beiden recht gemacht, seinem pochenden Herzen und dem Wildmeister. In Eifer legte er die Armbrust fort und griff nach dem Luntengewehr. Aufmerksam guckte Peter Sterzinger zu, während der Jäger das Pulver, auf der Hand gemessen, in die Röhre schüttete, die Kugel aufsetze, bis der Ladstock aus dem Lauf sprang, Feinkorn in die Pfanne gab und die angebrannte Lunte in der Hahnschneppe befestigte. Auf achtzig Gänge lag ein weißer Kiesel am Wiesenrain. Während Adelwart zielte, kräuselte sich vor seiner Stirn der Luntenrauch in die Höhe, und drüben bei der Tenne heilten sich die Kinder die Ohren zu. Der Schuss krachte, und der weiße Kiesel war verschwunden. Lachend machte Peter Sterzinger den Specht, und die Kinder schrieen vor Vergnügen. Adelwart blickte verwundert in die Lüfte. Wie der Donner eines Ungewitters rollte das Echo des Schusses über die Berge hin. Als dieses Rollen schon erlöschen wollte, begann es von neuem und verzitterte mit leisem Hall in der blauen Ferne. Das hatte der Jäger noch nie gehört. „Herrgott, wie schön ist das!“ Aufatmend stellte er den Kolben des Feuerrohrs zu Boden. „Da möcht einer pulvern den ganzen Tag! Und allweil lusen!“

   Der Wildmeister war guter Laune, schenkte aber dem Jäger kein Quentl der gewichtigen Probe. Als sie wieder auf der Hausbank saßen, wurde Frage um Frage die ganze Jahresarbeit des Weidwerks durchgehechelt, die Kurtoasey vor dem Jagdherrn und die Spruchweisheit des fährtengerechten Jägers. Da gingen, halb gesprochen und halb mit singendem Klang, zwischen Mister und Gesell die Wechselreden:

„Jo ho, mein lieber Wiedmann unveracht,
Hast du des Hirschen sieben Zeichen betracht?“

„Jo ho, lieb Meister, hör zur Stund,
Der Zwang und Ballen ist mir kund,
Der Burgstall und der Grastritt drein,
Sind welk, sind grün die Gräserlein?
Der Schrank und Schritt,
Die Oberrücken mit,
Da kann ich bei schnellem Fliehen,
Als auch bei sachtem Ziehen
Allzeit den edeln Hirsch erkennen
Und auch nach seiner Güt benennen.“

„Jo ho, sag an, mein lieber Weidmann,
Was hat der edel Hirsch unten und oben getan?“

„Hat unten geblendet und oben gewendt,
Da hat ihn der Jäger gerecht erkennt.“

„Jo ho, mein lieber Weidmann, sag mir fein,
Was bringt den Hirsch von Feld gen Holz hinein?“

„Der liebe Tag und der Morgenschein,
Die treiben den Hirsch gen Holz hinein.“

„Ho, Jäger jung, so tu mir kund,
Was macht den edeln Hirschen wund
Und den Jäger gesund?“

„Ein guter Schuss und ein guter Hund,
Die machen den edeln Hirschen wund,
Und ein feines liebschönes Jüngferlein,
Mit Aug voll Lieb und Sonnenschein,
Die macht mir ihrem Liebschlüsseleinsmund
Dem kranken Jäger das Herz gesund!“

   „Öha, Bub!“ Der Wildmeister zog die Brauen auf. „Da hast Du Dich schiech versungen! Wie kommst Du mir mit solcher Narretei in den grünen Ernst herein?“

   „Verzeihnis, Meister! Das ist mir so von der Zung gelaufen: Ich weiß schon, dass es heißen muss:

Bei gerechter Jagd und im grünen Wald,
Gesundet der kranke Jäger bald!“

   Der Wildmeister stand auf. „Jetzt muss ich sehen, wie Du mit den Hunden reden kannst.“ Sie gingen zum Zwinger hinaus, in dem die Rüden ein so wildes Gekläff erhoben, dass man die Ache nimmer rauschen hörte. Adelwart griff nach dem Riegel der Zwingertüre. „Bub, sei fürsichtig!“, warnte Peter Sterzinger. der Jäger hatte schon das Türchen geöffnet und schlüpfte in den Zwinger. Mit Geheul fuhr die ganze Meute auf ihn los. Die Arme breitend, unter leisen Locklauten, beugte sich der Jäger zu den Hunden nieder. Die wurden still, sahen den Buben mit funkelnden Augen an und begannen an seinen Händen und Beinen zu schnuppern. Mit den Rüden schwatzend wie mit Kindern, kraute ihnen Adelwart die Ohren und streichelte ihnen das Fell. Draußen vor dem Zwinger machte Peter Sterzinger den Specht. Trotz dieses Zeichens seiner Zufriedenheit war er, als Adelwart aus dem Zwinger trat, ein bisschen misstrauisch. „Jetzt musst Du mir aber auf Ehr und Seligkeit sagen, ob Du niemals unchristliches Zeug getrieben hast, mit Tierbannen und Festmachen?“

   „Nein, Meister! Hab auch meiner Lebtag nit glauben mögen, dass man so was kann. Bei uns in Buchberg ist ein Jäger gewesen. Der hat allweil so getan, als tät er fest sein. Und es hat ihm doch ein Wilddieb den Bolz durch die Gurgel geschossen.“

   „Die davon reden, die lügen all! Wer so was kann, der schweigt.“ Peter Sterzinger kehrte zum Haus zurück. „Jetzt musst Du mir die Ruf blasen.“ Er holte ein Jagdhorn, setzte sich mit Adelwart auf die Bank und sagte die Reihe her, in der ihm der Bub die Jägerrufe blasen sollte: den ‚Tagruf’, den ‚Herrengruß’, ‚Aufbruch zur Jagd’, ‚Hirschtod’ und ‚Sautod’, die ‚Strecke’ und den ‚Heimruf’. Lustig schmetterten die hellen Klänge in den schönen Abend hinaus. Die beiden Kinder kamen gelaufen, auf der Straße blieben die Leute stehen, und drüben im Nachbarhaus bei der Ache führte der junge Mann die blasse Frau in den Garten. Peter Sterzinger schnackelte vergnügt. „Fürs Horn hast Du einen Schnabel wie die Amsel fürs Maienlied!“ Er streckte dem Buben die Hand hin. „Schlag ein! So weit’s an meiner Fürsprach liegt, bist Du Jäger im Stift. Ich freu mich, dass ich Dich hab.“

   Adelwart, dem die Augen glänzten, schlug in die Hand ein, die ihm geboten wurde. „Auf Treu und Ehr, Meister, für Leben und Tod!“

   „Ein Wort, für das Du der Mann bist! Und gut sollst Du’s haben bei mir. In allem Weidwerk bist Du firm. Bloß das Gamsgejaid ist Dir neu. Da kommst bei mir in gute Schul. Morgen red ich mit seiner Edlen. Freilich“, dem Wildmeister grub sich eine Sorgenfalte in die Stirn, „unser guter Herr wird morgen einen groben Tag haben. Da kann’s Abend werden, bis ich ihn für ein Wörtl erwisch. Kommst halt morgen um die gleiche Stund wieder her!“

   Als Adelwart draußen stand auf der Straße, blickte er lachend hinaus in den roten Sonnenglanz. Das blaue Land seiner Sehnsucht war ihm eine goldene Heimat der Erfüllung worden. Und da trat ihm einer entgegen, der ihm mit dankbarem Blick die Hand hinreichte. Es war der junge, schwarzbärtige Mann aus dem Nachbarhaus. „Der so fein geblasen hat? Jäger? Bist Du das gewesen?“

   „Warum? Wer bist Du?“

   „Der Josua Weyerzisk. Da drüben haus’ ich, schau! Und bin ein Bildschnitzer. Vergelts Gott, Jäger!“

   Adelwart betrachtete das ernste Gesicht, das von den Sorgenstunden schlummerloser Nächte erzählte. „Ein Vergeltsgott? Mir?“

   „Wie Du so fein geblasen hast, da bin ich herausgegangen ins Gärtl, mit meinem Trudle –“

   „Die Du vor einem Stündl ins Haus geführt hast? Ist sie krank gewesen?“

   Josua schüttelte den Kopf. „Wir haben auf schieche Weis unser Kindl verlieren müssen. Zwei Jahr ist’s her. Mein Trudle hat derzeit keinen Lacher mehr getan. Und wie Du so fein geblasen hast, und ich seh, das Trudle lust ein bissl auf, da hab ich sie herausgeführt. Und wie Dein lustiger Hall so fein geklungen hat, da ist’s in ihrem lieben Gesichtl wie Ruh gewesen. Vergelts Gott, Jäger!“

   Adelwart hielt die Hand des Josua Weyerzisk umschlossen. „Ich kann noch feinere Sachen blasen als nur die kurzen Ruf. Von morgen an bin ich Jäger im Stift. Hab ich diemal ein Stündl Zeit, so komm ich und blas Deinem Trudle ein frohmutiges Liedl für.“

   „Jesus! Mensch! Du guter!“ Josua hob erschrocken den Kopf und sprang zu dem kleinen Haus hinüber, aus dem man die halb erstickten Schreie des von einem Weinkrampf befallenen Weibes hörte.

   Lang betrachtete Adelwart das kleine Haus, um das der Holunder blühte und ein grauer Kummer seinen Schatten schlang. Als er dann die Straße zum Stift hinaufstieg, konnte er sich nicht satt schauen am Glanz der Berge, die sich gleich erstarrten Flammen hinaufschoben in das reine Blau. Beim Anblick dieses steinernen Feuers zuckte eine Erinnerung in ihm auf. Sie hatte nichts Quälendes mehr für ihn. Wie gottschön war dieses Land! In dem es keine Hexen gab, keinen Feuerstoß, nur einen Freimann, der aus Mangel an Arbeit fett und lustig wurde. Und wie fröhlich diese Menschen waren, die mit Lachen und Schwatzen vor den Haustüren standen, beim marmornen Brunnen vor dem Stiftstor und in der langen Gasse, in der sich die Bürgerhäuser winkelig aneinanderschmiegten! Junge Burschen, blau gekleidete Trossbuben des Stiftes und papageienfarbene Musketiere standen schäkernd bei den Mädchen, die auf den Hausbänken saßen. Wo Adelwart einen schwarzen Schopf und ein rotes Bändelchen sah, da spähte er mit scharfen Augen hin, obwohl er wusste, dass die eine, die er suchte, in Salzburg war. Jedes Haus betrachtete er mit der Frage: Bist Du ihr Dach? – Jedes Fenster mit dem Gedanken: Da guckt sie morgen vielleicht heraus?

   Er war zum Ende der Gasse gekommen und hörte lautes Trompetengeschmetter. Kinder und Leute fingen mit Geschrei zu rennen an: „Di Kommissari kommen!“ Das Gedränge, von dem der Jäger mitgezogen wurde, schob sich zu einem kleinen Platz, auf dem das hoch gegiebelte Leuthaus stand, mit Grün und Fahnen aufgeputzt wie zum Empfang vornehmer Gäste. Drei Stiftsherren in ihren weißen Talaren standen plaudernd beisammen. Sie nahmen die pelzverbrämten Mützen ab, als die Karosse der erwarteten Gäste heranjagte, geführt von zwei berittenen Trompetern, die drauflos bliesen, als sollten die Mauern von Jericho fallen. Hinter der Karosse trabten zwölf von jenen Dragonern, die man ‚Seligmacher’ nannte. Dann kam noch eine Kutsche mit Dienstleuten und ein Wagen mit Gepäck.

   Adelwart erfuhr aus dem Geschwätz der Leute, was diese Auffahrt bedeutete: In der Verwaltung des Stiftes wären grobe Unterschleife entdeckt worden; die Schulden des Landes wären größer als seine Berge; die Chorherren ständen in heißem Hader gegeneinander; da hätte nun die eine Partei die andere beim fernen Fürsten zu Köllen verklagt und den Dekan beschuldigt, dass er das Land zugrunde richte und heimlich ein Luthrischer wäre; und der Fürst, der sein Land noch nie gesehen, hätte zur Untersuchung dieser bösen Dinge zwei Kommissari geschickt: Seine Edlen den Freiherrn Hans Christoph von Preysing und Hochwürdige Gnaden den Dominikanerpater Pürckhmayer, Doktor des geistlichen Rechtes. Nun verstand der Jäger den Sorgenblick, den er in den Augen des greisen Dekans gesehen hatte. Er nahm auch gleich Partei und betrachtete mit wenig freundlichem Blick diezwei Insassen des ungetümen Reisewagens, der vor dem Leuthaus anfuhr.

   Der Freiherr sprang aus dem Wagen, ein schlanker Vierziger in reicher spanischer Tracht, zwei weiße Straußenfedern auf dem schwarzen Spitzhut. Heiter begrüßte er die Chorherren und fragte, ob die Rehböcke schon verfegt hätten. Während er die Antwort hörte, musterte er die jungen Mädchen, die sich in Neugier näher drängten. Doktor Pürckhmayer war in der Karosse sitzen geblieben. Er trug die weiße Kutte seines Ordens, eine Goldkette um den Hals, ein schweres Goldkreuz auf der Brust. Hart und hager hob sich der greise Mönchskopf aus der Kapuze. Das erste Wort, das er sprach, war ein scharfer Tadel, weil der Dekan des Stiftes nicht zur Begrüßung erschienen war. Die Chorherren zuckten stumm die Schultern. Dann stiegen sie zu dem Pater in den Wagen.

   Ein rundlicher Mann, mit einer Seidenschärpe um das blaue Samtwams, war unter tiefen Bücklingen auf die Karosse zugekommen. „Wer seid Ihr?“, fragte der geistliche Kommissar.

   „Wenn Hochwürdigste Gnaden erlauben, wär ich der Leutgeb.“

   „Ein Weinzapfer? Ich dachte schon, Du wärst ein Edelmann, weil du den Wanst in seidener Schlinge trägst. Und bist Du der Leutgeb, von dem mir berichtet wurde, dass er im letzten Jahr für zwölftausend Gulden Wein verzapfte?“

   Sich tief verneigend, stammelte der Mann: „Zu dienen, Hochwürdigste Gnaden! Gott sei’s gelobt, das Geschäft ist gut.“

   „Dieses schweinische Völlern will ich abstellen. Wie soll ein Land gedeihen, in dem der Bürger und Bauer jeden Kreuzer durch die Gurgel wirft!“ Die Karosse knatterte auf dem schlechten Gassenpflaster davon; denn der geistliche Kommissar nahm Wohnung im Stift. Lachend legte Herr von Preysing dem bleichen Leutgeb die Hand auf die Schulter. „Tröste Dich! Es wird so übel nicht kommen, dass Du Wasser verzapfen musst. Heut zum Abend leg zwei Eimer Freiwein auf! Die guten Berchtesgadener sollen auf das Wohl ihres Fürsten trinken.“

   Die das gehört hatten, sagten es den anderen weiter; ehe noch der Abend dämmerte, war das Gärtl hinter dem Leuthaus mit vergnügten Zechern angefüllt. Zwischen Salzknappen, Bauern und Handwerksleuten hatte Adelwart Platz an einem langen Tisch gefunden. Vom Freiwein trank er nicht, sondern begnügte sich mit einem Krug Dünnbier. Und gar nicht behaglich war es ihm bei den bösen Reden, die er über das Regiment im Stift zu hören bekam. Ein vierschrötiger Knappe – Pfnüermichel nannten ihn die andere – riss grausam das Maul auf. Dem Jäger wurde die Stirn heiß. Schließlich rief er zu dem Knappen hinüber: „Solche Reden mag ich nit hören.“

   Michel Pfnüer stand auf und trat vor den Jäger hin. „Was sagst Du?“

   Auch Adelwart war aus der Bank gestiegen. „Ich sag: Wer unziemlich von seinem Herrn redet, ist ein Lump.“

   Michel Pfnüer wollte zupacken mit beiden Fäusten. Da hatte er schon die Füße in der Luft und kugelte über den Rasen. Die anderen lachten und nahmen die Partei des Jägers, der die drei Kreuzer für die Maß Dünnbier auf den Tisch legte und den Garten verließ. Bis in dunkler Nacht die Sterne blitzten, wanderte er durch die still gewordenen Gassen des Marktes. In einer Fuhrmannsherberge fand er ein Heulager bei den Knechten. Er konnte kein Auge schließen. Freude, Sorge, frohes Hoffen, zwei dunkle Mädchenaugen und ein roter Mund, das alles wirbelte ihm durch Kopf und Herz.

   Vor Tag erhob er sich. Noch funkelten die Sterne, und gleich dunklen Mauern ragten die Berge in das Dämmerlicht des Himmels. Um die Zeit bis zum Abend hinzubringen, wollte er sich ein Stück seiner neuen Heimat besehen. Ziellos wanderte er durch das stille Tal und überließ sich einem Pfad, der aufwärts führte durch den Bergwald. Als sich der Morgen lichtete, kam er zu einer Niederalm, dann durch grünen Lärchenwald hinauf zu den Hochalmen. Wie ein Hammer schlug ihm das Jägerherz, als er die ersten Gämsen sah. Hoch droben auf einem Schneegrat standen sie, fein in den weißen Himmel gezeichnet. Es zog ihn hinauf. Solche Wege war er noch nie gegangen. Sein lachender Mut und seine junge Kraft überwanden alle Gefahr. Als zu Berchtesgaden die Mittagsglocken läuteten, stand er droben auf der silbernen Zinne, die Wangen glühend, umweht von eisiger Luft. Berg um Berg, so weit er blicken konnte, wie ein Meer mit weißen und grünen Wogen. Und zwischen stielen Wänden gebettet, dieses blaugrüne Riesenauge, das schimmernd zu ihm heraufblickte aus der Tiefe? Das war der Königssee. Und zwischen dem See und dem Untersberg das liebe grüne Tal! Der große Markt mit seinen Kirchen so winzig wie ein Krippenbild! Und im Grün die hundert leuchtenden Punkte? Das waren die in der Sonne glänzenden Schindeldächer. „Du Schwarze, wo steht das Deine?“ Mit einem Jauchzer schrie er das hinaus in die Sonne. Und tat von der Zinne einen tollen Sprung hinunter in den Schnee.

   Den Rückweg zu den Almen fand er leicht. Im Bergwald geriet er an Wände und in wildes Geklüft. Aus Sorge, er könnte zu spät beim Wildmeister eintreffen, begann er ein waghalsiges Klettern. Immer wieder musste er einen Sprung machen, bei dem es ums Leben ging, Als er drunten stand im Tal, noch ehe die Sonne rotes Feuer hatte, wurde ihm die überstandene Mühsal zu einer Freude. Welch ein herrliches Leben sollte das werden für ihn, da droben in der schönen, freien, blauen Welt! Heiß und lachend war das in ihm, als er des Wildmeisters Haus erreichte. In der Wiese standen die beiden Kinder, mit Aurikelsträußchen in den Händen, und guckten die Salzburger Straße hinaus. Und Peter Sterzinger stand bei der Heckentür. Er machte den Specht, als er den Buben sah. „Kommst noch allweil zu früh. Dreimal bin ich droben gewesen im Stift. Aber ich hab den Herrn nie kriegen können.“

   Das war für Adelwart keine Enttäuschung. „Freilich, heut wird er einen unguten Tag haben, der gute Herr. Ich bin dabei gestanden, wie die Kommissari hereingefahren sind. Und da muss ich Euch was sagen, Meister!“

   Sterzinger ging durch den Garten und setze sich auf die Holzbank. „Red!“

   Die Mütze in der Hand, blieb Adelwart vor ihm stehen. „Es könnt Euch zu Ohren kommen, dass ich gestern im Leuthaus gegen einen Knappen ein bissl grob geworden bin. Da müsst Ihr nit denken, dass ich ein Raufaus wär. Aber wüstes Reden wider einen guten Herrn, so was verdrießt mich. Und da hab ich dem Maulreißer die Hosen gelupft.“

   „Weißt Du, wer’s gewesen ist?“

   Adelwart wusste den Namen. Doch er schüttelte den Kopf. Sein Gewissen war salviert, und das genügte ihm.

   „Wetten tät ich, es war der Michel Pfnüer. Wenn Du dem scheelen Kerl die Ohren aus dem Grind gerissen hättest, so wär’s nit schad gewesen.“

   „Gelt, Meister, was die Leut reden wider den guten Herrn, das ist doch verlogenes Zeug?“

   „Ja, Bub! Einen besseren Herren kann’s nimmer geben. Zu gut ist er gewesen und hat sich betrügen lassen. Jetzt soll er büßen darum. Hebt ein Elend an, das die Zeiten verschuldt haben, so muss allweil ein Sündenbock her. Aber musst Dich um den Herrn nit sorgen! Ist ein altes, mühseliges Männdl! Sein Herz und seine Redlichkeit haben feste Füß. Der wird’s schon durchreißen. Seien Widersacher machen heut schon böse Köpf zu dem frommen Doktor, den sie als Helfer gerufen haben. Wie er beim Mahl im Stift das feste Kannenlupfen gesehen hat, da hat er jedem Chorherren zwei Maß vom täglichen Kellerrecht gestrichen.“ Draußen vor der Hecke klangen die jubelnden Stimmchen der Kinder und das hurtige Rollen eines Wagens. Peter Sterzinger stand auf. „Hock Dich her, Bub! Und wart ein Weil! Meine Schwägerin kommt von Salzburg heim. Der muss ich Grüßgott sagen.“ Er ging zur Hecke.

   Adelwart, statt sich auf die Hausbank zu setzen, streckte sich. Wie Feuer schlug es ihm über das Gesicht. Und sein Herz fing so toll zu hämmern an, dass er die Faust erschrocken auf die Rippen presste. Die Hecke war so hoch, dass er den Wagen nicht sehen konnte. Dennoch wusste er: Das war die Kutsche mit den beiden Schimmeln, und in der Kutsche saß die Eine, an die er gedacht hatte bei jedem Herzschlag in dieser schlummerlosen Nacht, bei jedem Atemzug dieses einsamen Tages.

   Wie die Kinder jubelten! „Madda! Madda! Weil Du nur wieder da bist!“ Nun trat sie in die Heckentür, das Hütl mit dem weißen Federstoß über den rot gebänderten Zöpfen, zärtlich die Zausköpfe der Kinder streichelnd, die an ihrem Kleid hingen, wie sich kleines Leben an den Rock der Mutter klammert. „Gottslieben Gruß, Schwägerin!“, sagte Peter Sterzinger und streckte die Hand. Da schien ihm was aufzufallen. „Mädel, was ist denn mit Dir?“

   „Was soll denn sein?“ Ich hab in der Stadt drin alles besorgt. Und hab eine gute Magd gefunden. Ich hoff, sie wird dem Schwager gefallen.“ Madda wandte sich zur Heckentür. „Geh, komm herein, Marei!“

   Ein armselig gekleidetes Mädel, einige Jahr über die Zwanzig, trat in den Garten. Über das wirre Blondhaar war ein blaues Kopftuch gebunden, aus dem ein vergrämtes Gesicht mit angstvollen Augen herausblickte. Verschüchtert guckten die beiden Kinder an dem Mädel hinauf, und Peter Sterzinger unterließ es, den Specht zu machen. Doch er sagte freundlich: „Wenn Dich die Schwägerin für eine gute Magd nimmt, wird’s nit fehlen. Woher bist Du? Wer sind Deine Leut?“

   Marei gab keine Antwort. Und Madda sagte ein bisschen kleinlaut: „Das arme Ding muss einen kleinen Zungenfehler haben. Sonst ist sie in allem gut. Nur reden kann sie halt nit.“

   „Aber Mädel! So ein Weibsbild kann man doch nit ins Haus nehmen!“

   Taub schien Marei nicht zu sein. Sie musste verstanden haben. Denn sie fing zu zittern an, die Tränen schossen ihr in die verstörten Augen, und mit den Schultern machte sie eine seltsam zuckende Bewegung. Da streichelte ihr Madda die Wange. „Tu Dich nit sorgen, Marei! Der Schwager wird Erbarmen haben mit Deiner Not.“ Schinagl, der alte Knecht, brachte zwei schwer bepackte Körbe von der Kutsche hergetragen. Und lachend sagte Madda zu den Kindern: „Da ist was drin für Euch, was Schönes! Sollen wir gleich auspacken?“ Das gab einen Jubel! „Komm, Marei!“ Madda fasste die Hand der Magd. „Wenn ich dem Schwager alles erzählt hab, wird er schon gut sein mit Dir. Setz Dich nur derweil auf die Hausbank her! Was ich Dir versprochen hab –“ Das Gesicht von dunkler Röte übergossen, ließ Madda die Hand des Mädels fallen und verstummte. Sie hatte den Jäger gesehen, der bei der Hausbank stand, die Kappe zwischen den Händen. In Maddas Augen blitzte der Zorn. „Wer ist der Mensch da? Wie kommt so ein Wegdieb in unser redliches Haus?“

   Der Jäger wurde bleich. Und Peter Sterzinger schien den Rest seiner guten Laune zu verlieren. „Das ist ein rechtschaffener Bub. Dir ist er ein Fremder. Ich weiß, was ich hab an ihm, und mach ihn zum Jäger bei uns. Gefällt Dir sein Kittel nit, so brauchst Du mit ihm nit freundlicher sein als mit den anderen. Aber auch nicht gröber.“

   „Der? Und Jäger bei uns?“ Maddas Stimme bebte. „Der Schwager kann tun, was er mag. Aber setzt der Mensch da noch ein einzigs Mal en Fuß in unser Gehöft, so bleib ich keine Stund mehr, wie gut ich dem Schwager auch bin, und wie lieb ich die Kinder hab!“ Sie wollte ins Haus.

   Der Wildmeister fasste sie am Arm. „Kennst Du den Buben? Was hast Du gegen ihn?“

   „Zu Schellenberg, wie ich gerastet hab, da ist er gählings dagestanden bei mir. Wie ein Unmensch hat er mich angefallen, am lichten Tag, und hat mich gepackt – und hat mich –“ Sie konnte nicht weiter sprechen und wandte sich ab, um die Tränen zu verbergen, die ihr der Zorn in die Augen trieb. Es war nicht gut, dass Madda das letzte Wörtl, auf das es ankam, für sich behielt. Peter Sterzinger schien die Sache gröber zu sehn, lass die war. Mit beiden Fäusten packte er den Jäger am Wams. „Du? Ist das wahr?“

   Adelwart hatte keinen Tropfen Blut im Gesicht. Seien Stimme klang, als wäre er ein anderer Mensch geworden. „Dass ich mich unziemlich wieder die Jungfer geführt hab, ja, das ist wahr. Aber meiner Seel, ich hab –“

   Da bekam er einen Stoß, dass er taumelte. Mit krebsrotem Kopf, den Atem halb erstickt, schrie Peter Sterzinger: „Hinaus! Und such Dir einen Jagdherrn, wo die Sauen grasen!“

   Der Jäger hob mit entstelltem Gesicht die Faust, sah die Jungfer an, ließ den Arm wieder sinken und sagte zum Wildmeister: „Eure Güt von gestern ist wett gemacht. Wo ich meinen Jagdherrn suchen soll, da brauch ich keinen Rat. Auf der Sauweid, die Ihr meint, bin ich nie noch pirschen gegangen. Meine Tracht ist grün und hat keinen schiechen Fleck. Der Jungfer wird’s für allen Zorn wohl Buß genug sein, dass mein Leben in Scherben ist.“ Er trat auf die Wiese hinaus.

   Peter Sterzinger, ohne den Specht zu machen, schlug die Heckentüre zu.

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