Ludwig Ganghofer

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Ludwig Ganghofer - Hubertusland

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Der weiße Leithund

Der weiße Leithund

   Der fröhliche Lärm des letzten Kesseltreibens ist verklungen, und über die roten Spuren, die im Schnee der Felder zurückgeblieben, ist eine weiße reinliche ‚Neue’ gefallen. Wildfrieden ist eingekehrt auf allen Fluren und im stillen Wald, der in kalten Winterschlaf versunken liegt. Nur am Ufer der Bäche und Teiche, in denen ein starkes Gerinne oder warm aufsteigende Quellen den Wasserspiegel frei vom Eis halten, ruft das zur Neige gegangene Jägerjahr die eifrigsten der grünen Gilde noch zu einer bescheidenen Sylvesterfeier – zur Jagd auf die ziehenden Wildgänse und zum Entenfall.

   Das ist kalte Jägerfreude, aber sie hat ihren Reiz. Wohl bietet die enge, halb verschneite und von Moorgeruch umwitterte Entenhütte für Jäger und Hund einen gar unbehaglichen Aufenthalt. Aber wie schön ist solch ein versinkender Winterabend, wenn der graue Dunst, der über den weißen Fluren lagert, im grimmig beginnenden Nachtfrost sich zu rieselndem Eisduft niederschlägt. Immer dünner wird der Schleier, der das Geländ und die Lüfte verhüllt, immer mehr zerfließend tönt er sich zu violettem Glanz, nun verschwindet er völlig, und fern am schimmernden Horizont der Ebene steht die untergehende Sonne, eine große blutrote Scheibe. Alle Schneeflächen und die von Eis umkrusteten Ufer des Baches funkeln und blitzen wie ein Mosaik aus Edelsteinen in allen Farben – und lange, wenn die Sonne schon verschwunden ist, schimmert noch über dem Schnee ein sanfter Nachglanz des erloschenen Feuers. Dann werden die fernen Wälder blau und schwarz, purpurgrauer Schatten umfließt den Schnee und alle Büsche. Doch während schon die bleifarbene Dämmerung alle Zeichnung der Landschaft verwischt und verschleiert, spiegelt noch das Gerinne es Baches den letzten Schein des westlichen Himmels und glitzert wie poliertes Silber. Nun rauscht es in den Lüften, mit Klatschen und Geplätscher lässt sich ein Flug Enten in das Gerinne des Baches nieder, gleich schwarzen, kleinen Schiffchen gleiten sie im hellen Wasser lautlos durcheinander – da kracht der Schuss, ein zweiter – und während der Pulverdampf den schirm umwirbelt, prasselt das erschrockene Entenvolk mit ängstlichem Geschnatter aus Schilf und Wasser wieder empor in die dunkle Nachtluft. Doch die Schar ist kleiner geworden. Auf dem stillen Bach treibt das im Feuer gebliebene Pärchen, die letzte Spende des versunkenen Jägerjahres.

   Und nun Jagdschluss! Ein Wort, das von jedem Freund des Weidwerks immer mit wehmütigem Seufzer gesprochen wird! Jener aber, der die meiste Ursache zu seufzen hätte – der Berufsjäger, für den jetzt eine harte, mühselige Zeit beginnt – er lächelt vergnügt vor sich hin und schmaucht sein Pfeiflein mit größerem Behagen als je. Nun ist die Zeit vorüber, in der er vom Morgen bis zum Abend für seinen Jagdherrn und für die ihm zur Führung anvertrauten Jagdgäste zu sorgen und zu rennen hatte, nun ist er Herr seiner selbst geworden, und seine Jagdsaison beginnt: Der strapaziöse und dennoch lustige Krieg gegen alles Raubgesindel in Wald und Feld, gegen Marder, Fuchs und Otter, gegen Wiesel und Iltis.

   Während die weißen Flocken das stille, oft in menschenferner Waldöde gelegene Jägerhaus umwirbeln, wird unter seinem Dach fleißig gewerkt und alle nötige Vorbereitung für diesen Feldzug getroffen. Schwanenhals und Tellereisen werden aus der Bodenkammer hervorgeholt, säuberlich von jedem Rostflecken gereinigt und mit siedendem Wasser abgebrüht. Nach uralten, oft geheimnisvollen Rezepten werden die ‚duftenden’ Witterungen gemischt und gebraut, die ‚unwiderstehlichen’ Kirrungsbrocken zubereitet. Und dann, in einer windstillen Nacht, lässt gegen Morgen das dichte Gestöber nach. Auf dem alten Schnee liegt eine ‚Neue’, wie sie sich der Jäger nicht schöner wünschen kann. Im rötlichen Frühlicht zieht er hinaus in den winterstillen, wundersamen Wald, dessen Leben vor ihm aufgeschlagen liegt wie die weißen Blätter eines Buches. Da bedarf er keines feinnasigen Finders, um in seinem Revier den Stand an Nutz- und Raubwild zu bestätigen. Der mit Fährten beschriebene Schnee, den die Jäger schon vor grauen Jahrhunderten den ‚weißen Leithund’ nannten, verrät ihm jeden Pass und Wechsel des Wildes. Da umkreist er eine Schonung nach der anderen, ‚zählt die Häupter seiner Lieben’, murmelt einen gerechten Fluch bei jedem Fuchspass, den er kreuzt, und sucht sich auch gleich auf der ‚geschnürten Spur’ die besten Stellen für die Kirrungsbrocken und das Eisen aus. Will ihm das Glück besonders wohl, so führt es ihn zu einer frischen Marderspur. Da wird vorerst das Pfeiflein frisch gestopft, und dann beginnt ein stundenlanges, schweißtreibendes Stapfen im tiefen Schnee – der Marder wird ‚ausgegangen’, bis sein Kobel gefunden und der aus seinem Mittagsschläfchen aufgeklopfte Räuber mit sicherem Schuss heruntergeholt ist von dem Wipfel, in den er sich geflüchtet.

   Einen Marder auszugehen, dazu gehören Ruhe, Geduld, Erfahrung und vor allem ein Eifer, der jeder Mühsal und Unbill des Wetters trotzt. Deshalb halten sich die Bequemeren und die ‚Zaartlichen’ lieber an die Baumfalle und an das Eisen. Einen Marder in der Falle zu fangen, das ist kein allzu schwieriges Ding. Der gefräßige Bursche nimmt es mit der Witterung nicht sonderlich genau, und der ‚Wohlgeruch’ eines frischen Hasengescheides verlockt ihn sogar zum Sprung in ein rostiges Eisen. Da nimmt es der schlaue Reineke bei weitem genauer, und ein Jäger, der da nicht schlauer als schlau ist, wird mit dem Schwanenhals die rote Brut seines Waldes nicht merklich dezimieren. Ein erfolgreicher Meister im Eisenstellen zu sein, das gilt als Ehrentitel für jeden Berufsjäger – nur schade, dass die Träger dieses Ehrentitels seltener werden von Jahr zu Jahr, denn die moderne Apothekerweisheit hat dem Jäger mit der Strychninkapsel ein Mittel in die Hand gegeben, das ihm die Fuchsbälge seines Reviers ohne viel Mühe in die Kammer liefert. Wohl wird das Vergiften der Füchse von mancher Seite als ‚unweidmännisch’ verschrien, aber das ist des Bösen doch zu viel gesagt. Schön in weidmännischem Sinn ist die Arbeit mit dem Strychnin gewiss nicht, aber sie schafft radikale Hilfe gegen die roten Schleicher und hat seit einem Jahrzehnt und darüber zum Aufblühen unsrer Nutzwildstände wesentlich beigetragen. Diesem Erfolg zuliebe mag man sie immerhin gelten lassen – und schließlich ist der kurze Todeskampf des vergifteten Raubtieres auch minder grausam als die Qual und Marter, die ein ins Eisen gegangener Fuchs eine lange Nacht hindurch zu überstehen hat.

   Will der Jäger neben dem Eisenstellen und dem Auslegen der ‚bitteren Pillen’ auch seine jagdliche Freude finden, so lockt er den Fuchs mit einer frischen ‚Schleppe’ zum Luderplatz und erwartet ihn bei Mondschein mit gespanntem Hahn. Allerdings, das ‚Fuchspassen’ bei zwanzig Grad Kälte ist ein Vergnügen, das nur von wenigen mit Begeisterung gepriesen wird. Einen aber kenn’ ich, dem das Fuchspassen über alles andere Weidwerk geht. Und er hat seine guten Gründe! Denn abgesehen davon, dass er ‚auf der Pass’ weit über hundert Füchse erlegte, brachte ihm das Fuchspassen in einer schönen Mondnacht – aber ich will seiner merkwürdigen Geschichte die Pointe nicht vorwegnehmen. Auch seinen Namen muss ich verschweigen, denn er sitzt heute noch als wohlbestallter Förster in einem Winkel der Berge.

   Nehmen wir also an, er hätte mit Vornamen Wastl geheißen. Und damals vor etwa dreißig Jahren, als die Geschichte passierte, war er noch ein blutjunger Forstgehilfe mit ein paar Jährchen über die Zwanzig, ein musterhaft tüchtiger Jäger, der nur den einen Fehler hatte, dass er bis über die Ohren in das schmucke Töchterlein seines Försters verleibt war. Nun soll zwar Liebe kein Verbrechen sein, aber für einen Jäger ist sie ein böses Ding. Liebe macht blind, und wer mit blinden Augen zielt, schießt manch eine Kugel daneben. Auch pflegt man nach schlummerlosen Sehnsuchtsnächten gerne die Morgenpirsch zu verschlafen. Da fand denn der gestrenge Förster Ursach über Ursach, ein Donnerwetter seines Jägerzornes um das andere auf das geduldige Köpfl des verliebten Sünders niederzuschmettern. Dieser feuerspeiende Grimm des Alten machte den armen Burschen völlig verzagt. Dazu quälte ihn noch der Zweifel seines Herzens! Hätte er nur wenigstens sicher gewusst, wie es um Nannerls Herz bestellt war? Wohl war sie freundlich gegen ihn. Aber freundlich war sie auch gegen die andern Gehilfen, gegen alle Leute! Freilich, auch in Nannerls Lauen war nicht immer Sonnenschein – sie wäre sonst nicht die Tochter ihres Vaters gewesen – und wenn er’s genau erwog, so schien es ihm fast, als geriete sie über seine schüchternen Anspielungen viel mehr in Ärger und Schmollen, als über die derbsten Scherze seiner Kameraden. Ein böses Zeichen!

   Und da war’s nun in einem Winter, so grimmig und kalt, wie ihn nur die Berge kennen. Ein rechter Unglückswinter für den Wastl! Denn während die anderen Gehilfen schon ein Dutzend der schönsten Bälge geliefert hatten, war Wastl noch immer auf der Jagd nach seinem ersten Fuchs. Dazu gesellte sich noch eine wahrhaft niederträchtige Katastrophe: Einer der Füchse, die bei dem strengen Winter ihre Raubzüge bis in das Dorf ausdehnten, trug aus dem Hühnerhof des Försters den Hahn mitsamt drei Hennen in einer Nacht davon. Am Morgen, als das Unheil von Nannerl mit hellem Jammer entdeckt wurde, bekam unser Wastl, der gerade den Dienst im ‚Herzbezirk’ des Reviers zu versehen hatte, vom wutschnaubenden Förster eine Predigt zu hören, dass ihm der Kopf brummte und die Ohren sausten. An diese Predigt schloss sich die Drohung: Wenn binnen drei Tagen der Fuchs nicht geliefert wäre, dann – – und diese Drohung wirkte mit doppelter Wucht, weil sie dunkel blieb – dem Förster war in seinem Grimm der Atem ausgegangne, er hatte die Drohung verschluckt. In wortloser Zerknirschung taumelte Wastl zur Türe hinaus und erhaschte draußen im Flur noch ein Blick aus Nannerls Augen. Was in diesen nussbraunen Sternen so feucht und seltsam schimmerte? War es Mitleid mit seinem Unglück? Oder war’s nur der Kummer um den Hahn und die drei schönen Hennen?

   Wastl kam trotz stundenlangen Brüten nicht ins klare über das Rätsel dieses Blickes. Nur eines wusste er: Der Fuchs musste geliefert werden, um jeden Preis. In seiner Verzweiflung griff er zur ‚höheren Magie’. Er stahl dem Nachbar eine Katze und schmorte sie über gelindem Kohlenfeuer mit Haut und Haaren schön knusperig und braun. Diesen Leckerbraten, der sich bei allen Füchsen einer ganz besonderen Anerkennung erfreut, steckte er in ein kleines Fischnetz, und als der Abend dämmerte, zog er die ‚Schleppe’ am Waldsaum entlang, kreuz und quer über die verschneiten Felder und durch den Forsthausgarten bis vor das Türchen des Hühnerhofes. Auf einer Bank, die im schwarzen Mondschatten des vorspringenden Hausdaches stand, setzte er sich auf die Lauer. Er passte von sieben Uhr abends bis zum Grauen des Morgens. Aber der Fuchs erschien nicht. Natürlich, der Gauner war satt; ein Hahn und drei Hennen füllen auch einen Fuchsmagen. Am nächsten Abend wiederholte Wastl die Schleppe und passte abermals die ganze Nacht hindurch – mit dem gleichen, trübseligen Erfolg. Blau geschwollene Ohren und halb erfrorene Finger, das war sein ganzer Gewinn; dazu eine Kälte im Leib, die er den ganzen Tag nicht aus den Gliedern brachte.

   Als er sich am dritten Abend wieder ‚zur Pass’ auf das schattenschwarze ‚Bankerl’ setzte, war er nach der ersten Stunde schon so krumm gefroren, dass er am ganzen Körper zitterte und mit allen Zähnen klapperte. Nur noch im Herzen hatte er heiß – heißer, als ihm lieb war – und an dieser bösen Hitze, die seine kalten Glieder doch nicht wärmen wollte, trug das ‚Bankerl’ die Schuld. Man denke nur: Ein hartes, kaltes, hölzernes ‚Bankerl’ dicht unter einem kleinen Fenster, und drinnen im kleinen Stübl schlummert das runde, gesunde, schmucke Nannerl behaglich im warmen Nest!

   Da war es nun freilich kein Wunder, dass Wastl wohl immer mit den Augen an der mondbeschienenen Zaunlücke hing, durch die der Fuchs erscheinen musste, aber mit Herz und Ohren immer hinauflauschte gegen das kleine schwarze Fenster. Und da schien es ihm als hätte Nannerl in dieser Nacht keinen sonderlich ruhigen Schlaf. Oder träumte sie nur schwer? Vom Fuchs und von den Hennen? Denn deutlich konnte Wastl vernehmen, wie sich die Schlummernde schwer von einer Seite auf die andere warf. Und manchmal hörte er einen brunnentiefen Seufzer. Ob es nicht ein Werk der christlichen Nächstenliebe wäre, ganz leise an das Fenster zu klopfen und das arme Nannerl aus dem bösen Traum zu wecken? Aber bei diesem Gedanken tauchte vor Wastls banger Seele das zornrote Gesicht des Försters auf – und so blieb er geduldig sitzen.

   Stunde um Stunde verrann, noch immer wollte der Fuchs nicht kommen, doch immer grimmiger wurde die Kälte der mondhellen Winternacht, und Wastl konnte vor Erstarrung kaum mehr einen Finger rühren.

   Nun hatte die Kirchturmglocke just die erste Morgenstunde geschlagen. Da rührte sich wieder etwas im Stübchen. Und ehe sich Wastl dieses merkwürdige Geräusch noch deuten konnte, klirrte ganz leise das kleine Fenster.

   „Wastl?“ Das war keine Stimme, nur ein Hauch.

   „Mar’ und Joseph!“, stammelte der Ausgefrorene heiß erschrocken und richtete sich mühsam auf. Kaum eine Armslänge über ihm befand sich das Fenster, und dennoch konnte er im schwarzen Schatten vom Gesicht des Mädels nur einen matten Schimmer erkennen. „Nannerl? Du? Was is denn?“

   Erst ein tiefer Seufzer, und dann die lispelnden Worte: „Geh, Wastl, sei gscheid und schau, dass d’ amal heimkommmst. Fünf Stund lang hör ich Dich schon umeinand wetzen auf dem Bankl da! In so einer Kälten die dritte Nacht! So was halt doch kein Mensch nimmer aus. Mach weiter, Wastl, sei Du der Gscheidre und geh jetzt heim!“

   „Heimgehn? So? Du hast leicht reden!“, stotterte Wastl mit klappernden Zähnen. „Frieren tut’s mich freilich, dass ich schier glaub, ich fall zu lauter Glasscherben auseinand! Aber was will ich denn machen? Der Fuchs muss gliefert werden. Hast es ja selber ghört, wie mir der Vater aufgspielt hat. Wann ich den Fuchs net bring, meiner Seel, ich verlier ja noch mein Dienst!“ Schauernd an allen Gliedern ließ er sich wieder auf das Bankerl fallen. „Meintwegen! So frier ich halt zamm auf ein Eiszapfen! In der Fruh kann mich Dein Vater auf Brocken klopfen.“

   „Jesses, jesses na! So was sollt man doch net verlangen von eim Menschen.“ Wieder ein tiefer Seufzer, und dann schloss ich lautlos das kleine Fenster. Hatte Nannerl das Gespräch nur abgebrochen, weil sie weiter keinen rat mehr wusste? Oder war es ihr am offenen Fenster zu kalt geworden? Denn zu allem Frost der Nacht begann noch ein böser Wind über den Schnee einherzufahren und trieb die scharf stechenden Eisnadeln gegen das Haus.

   Wastl schauerte und vergrub die frostglühenden Ohren, so tief es ging, unter dem aufgestülpten Joppenkragen. Doch plötzlich streckte er wieder den Hals und lauschte. „Was is denn jetzt los? Es is mir ja grad, als wär s’ wieder aufgstanden und tät sich anziehen? Jetzt? Um zwei in der Fruh?“ Er hörte aus dem Stübchen ein Geräusch wie von heimlichen Schritten, sah am Fenster einen dünnen Schein aufleuchten und wieder verschwinden, als wäre ein Streichholz angezündet worden, und dann vernahm er ein schwaches Knistern. Das dauerte eine Weile, und nun klirrte das Fenster wieder.

   „Wastl?“

   So flink, als wäre jählings alle Erstarrung aus seinem Körper gewichen, schwang sich Wastl auf die Bank und haschte die Hand des Mädels. „Nannerl… Nannerl…“

   „Geh, Wastl, schau, ich denk mir nix Schlechts dabei, aber ich kann Dich nimmer länger in so einer grausigen Kälten sitzen lassen.“

   „Nannerl! Du guts Nannerl Du!“

   „Völlig derbarmen tust mich! Schau, drum bin ich aufgstanden und hab a Fuierl im Ofen anbrennt. In Gottsnamen, so steig halt eini a bissl und tu Dich wärmen am Öferl, das d’ es nachher wieder a paar Stund in der Kälten aushalten kannst.“

   „Nannerl! Mein herzliebs Nannerl Du! Gottstausendmal sag ich Dir Vergeltsgott…“

   Unter diesen heiß stammelnden Worten hatte Wastl schon sein Gewehr zum Fenster hinein geschoben. Nun gab er sich einen festen Schwung, und während Nannerl in christlicher Barmherzigkeit seinen Arm fasste und kräftig anzog, schob er sich Ruck um Ruck zwischen den eisernen Gitterstäben hindurch. Als er glücklich auf den Dielen stand, wollte er das Gestammel seines Dankes von neuem beginnen. Aber Nannerl schob ihn von sich, schloss das Fenster und zischelte: „Um Gottes willen, so sei doch stad und red kein Wörtl nimmer! Wenn der Vater aufwachen tät… jesses Maria!“

   Diesem drohenden Bild gegenüber schien auch Wastl die Notwendigkeit des strengsten Schweigens zu begreifen. Aber da er das siedende Gefühl seiner Dankbarkeit und seines ahnenden Glückes doch irgendwie äußern musste, schlang er die Arme um Nannerls Hals und suchte ihre Lippen. Doch sie entwand sich ihm und zischelte schmollend: „Geh, Du Narr Du, was machst denn! Dein ganzer Schnauzbart hängt ja voller Eis! Meinst vielleicht, so a Bussl is a Vergnügen? Na, ich dank schön! Tu Dich nur z’erst ein bissl auswarmen!“ Bei diesen Worten schob sie ihn der Bank zu, die neben dem Ofen stand, zog ihm die Fäustlinge von den Händen und die Pudelmütze vom Kopf, und um die auftauende Wirkung des ‚Fuierls’ zu beschleunigen, zupfte sie ihm die schmelzenden Eisklümchen aus dem Schnurrbart.

   Ganz leise knisterte das Feuer in dem kleinen eisernen Ofen, dessen Wände in matter Röte zu glühen begannen. Da kam nun für das junge, in leises Geflüster versunkene Paar eine warme, sehr warme Stunde, so warm, dass Nannerl, als es drei Uhr morgens schlug, unter schwülem Atemzug die Meinung aussprach: „Schau, Wastl, jetzt friert Dich aber gwiss nimmer! Jetzt kannst es draußen schon aushalten die paar Stünderln bis in der Fruh.“

   Wastl aber schien anderer Meinung zu sein. „Nannerl, geh, schau…“ Er haschte die Hand des Mädels.

   „Na, na, Bua, geh, sei gscheid! Schau, wann den Fuchs net bringst, wie willst denn reden mit ’m Vater? Jetzt komm und sei gscheid! Ich mach dir ’s Fenster auf und hilf Dir naus.“ Um dieses harte Urteil einigermaßen zu mildern, drückte Nannerl dem Schmollenden noch einen letzten, langen Kuss auf die Lippen. Dann aber löste sie sich mit einem entschiedenen „Jetzt is gnug!“ aus seinen Armen und ging auf das Fenster zu, durch dessen klare Scheiben man den Schnee des Gartens im Mondschein glänzen sah. Schon wollte sie die Hand nach dem Riegel strecken, als sie erschrocken stammelte: „Mar’ und Joseph, Wastl! Der Fuchs is da!“

   „Was? Der Fuchs?“ Wastl sprang auf, als wäre Feuer auf der Bank entstanden und packte die Flinte. „Wo denn?“ Aber da sah er auch schon mit eigenen Augen den roten Schleicher, der just, mit der geschmorten Katze zwischen den Zähnen, gegen die Hecke schnürte und das Weite suchen wollte. „Wart, Mannderl, jetzt komm ich Dir aber!“

   „Jesses! Wastl! Was machst denn!“, kreischte Nannerl in hellem Entsetzen.

   Aber Wastl hörte nicht. Im ersten brennenden Feuer seines Jagdeifers achte er nicht an das geschlossene Fenster, nicht an den Raum, in dem er sich befand. Er sah nur auf dreißig Schritte da draußen den flüchtenden Fuchs – und da riss er das Gewehr an die Wange. Zwischen den engen Mauern krachte der Schuss. Das böllerte, als möchte das ganze Haus in Trümmer fallen. „Hat ’n schon! Gott sei Dank!“, jubelte Wastl, als der Fuchs sich überpurzelte und verendet liegen blieb im Schnee.

   Aber dieser Jubel blieb dem glücklichen Schützen zur Hälfte im Hals stecken. Denn als ihm der dicke, das ganze Stübchen füllende Pulverdampf in die Nase quoll, und als er das laute Schluchzen des Mädels hörte, kam er jählings zur Erkenntnis der höchst bedenklichen Situation, und da schnürte ihm der erste Schreck die Kehle zu. Sprachlos und zitternd stand er, dem Gepolter lauschend, das sich im Haus hören ließ.

   Jetzt wurde die Tür des Stübchens aufgerissen und der Förster, halb angekleidet und mit erhobener Kerze, stand auf der Schwelle. Er sah das sprachlose Paar wie ein Bild zerknirschten Jammers vor sich stehen, und sah, wie sich der graue Pulverdampf schön langsam hinausschlängelte durch das kreisrunde, tellergroße Loch, das der Schrotschuss in die Fensterscheibe geschlagen hatte.

   „Ja Himmelkreuzteufel! Was sind denn jetzt das für Sachen?“ Mit zornrotem Gesicht fuhr der Förster auf Wastl los. „Was machen denn Sie da herinn?“

   „Fu…fu…fuchspassen tu ich!“, stotterte Wastl, der in der einen Hand noch immer das Gewehr heilt, während er mit der andern nach dem Arm des schluchzenden Mädels tastete, als wollte er Nannerl vor dem Grimm des Vaters schützen. „Und … und draußen liegt er schon … melde gehorsamst, Herr Förstner: Ich hab den Fuchs.“

   Im gleichen Augenblick hatte Wastl aber auch noch etwas andres – eine Ohrfeige, die ihn taumeln machte. Doch es verdross ihn nicht im geringsten, dass seine ‚dienstliche Meldung’ so ‚schlagend’ wirkte – ganz im Gegenteil, jetzt war er aus seinem ratlosen Schreck ermuntert und hatte die verlorene Fassung wieder gefunden.

   „Kreuzfaxen, Herr Förstner, das is a scharfe gwesen!“, sagte er lachend. „Und ich dank recht schön, denn ich hab’s verdient! Aber jetzt lassen S’ in Güt und Fried mit Ihnen reden!“ –

   Was da geredet und welch ein Friede beim hell erwachenden Wintermorgen geschlossen wurde, das will ich überspringen und will nur eines noch berichten.

   Der Held dieser Geschichte ist in den dreißig Jahren, die seit jener Nacht vergangen sind, ein alter Graubart geworden, und auch Frau Nannerls Zöpfe haben schon bedenklich ‚verfärbt’. Aber in jedem Winter, wenn jene Nacht sich jährt, die für die beiden zum Anfang eines frohen, traulichen Lebensglückes wurde, wandert der Förster zum Fuchspassen in die kalte Winternacht hinaus. Und Frau Nannerl zündet um Mitternacht in dem kleinen Ofen der Schlafstube ein ‚Fuierl’ an, und wenn dem Alten draußen der Forst zu grimmig wird, dann kommt er und klopft an die Scheibe. Lachend wird ihm aufgetan, und lachend steigt der Graubart durch das Fenster in sein ‚gwarmtes Stüberl’.

   Es war eine gemütliche Stunde, als ich während eines stürmischen Schneegestöbers mit Förster Wastl in der behaglichen Jägerstube saß und beim Qualm der Pfeifen diese lustige Geschichte zu hören bekam. Dabei hing ein frischer Fuchsbalg zum Trocknen hinter dem Ofen, und Frau Nannerl, die beim Spinnrad saß, wurde mit dem ‚Jubiläumsfüchserl’ so lange geneckt, bis sie ärgerlich wurde und die Stube verließ. Und dann gab’s in der Försterstube einen jähen Umschlag vom Scherz in den Ernst. Der Jagdgehilfe, der von der Wildfütterung heimkehrte, brachte die böse Meldung: „Herr Förstner, ein Lump is im Revier!“ Den Wildschützen hatte der ‚weiße Leithund’ verraten. „Durchs Klamml is er auffi gstiegen vom Dorf, und auf hundert Schritt geht d’ Fährten am Futterstadel vorbei, naufzu gegen den Winterstand von die Gams.“

   Jetzt hatte das Plaudern ein Ende. Wenige Minuten später huschten Förster Wastl und der Jagdgehilfe durch die Hintertür des Forsthauses in den tiefen Schnee hinaus und eilten, jede Deckung nützend, dem Bergwald zu, um sich an ‚gutem Wechsel’ auf die Lauer zu legen.

   Auch ein Fuchspassen! Und auch eines, bei dem gar manch einem braven Jäger kalt wird, so bitter kalt, dass ihn kein ‚Fuierl’ mehr erwärmen kann!“

   Der Winter, und ganz besonders in den Bergen, ist die Hochsaison der Wilddieberei. Der Verdienst ist mager geworden, die schneehellen Nächte sind lang, und die Bauernknechte haben Zeit. Da holen sie den Abschraubstutzen oder die feste ‚Latte’ aus dem Versteck hervor und ‚arbeiten auf Fleisch’, wie ein terminus technicus der Wildschützensprache lautet. Der Jäger, so fleißig er auch ist, kann doch nicht Tag und Nacht vor dem Futterstadel im Schnee liegen. Und der ‚weiße Leithund’ ist auch geschwätzig für den Wildschützen, der es ohne viel Mühe herausbringt, um welche Stunde er bequem und ungestört beim Futterplatz seinen Braten holen kann.

   Über das Thema vom Wildschützen wäre ein ganzes Buch zu schreiben. Aber so dick es auch geriete, es würde dem erfahrenen Weidmann wenig Neues sagen und würde doch auch mit seinen tausend Worten dem Laien nicht das klare Verständnis für den Gegensatz erschließen, der zwischen Jäger und Wildschütz besteht – ein Gegensatz, den kein Gesetz und kein Schliff der Zeiten ausgeglichen wird. Und über dieses Thema hat der Jäger immer ein schweres Predigen. Von keinem Zweig des grünen Weidwerks hat der Laie eine so unzutreffende und verschobene Vorstellung, wie gerade vom Charakter und Bild des Wildschützen. Romantische Federn haben leider das möglichste getan, um die ‚Wildschützenpoesie’ süß gruselnden Seelen in erlogenen Farben glänzen zu lassen und den Gauner des Waldes zu glorifizieren. Ob der Wildschütz, ‚wie er im Buch steht’, überhaupt einmal gelebt hat – ich weiß es nicht und kann es bei meiner Kenntnis des Volkes auch nicht glauben. War es aber doch der Fall, so sind das längst vergangene Zeiten. Der Wilddieb von heute ist ein verkommenes Subjekt, das einen jeden anderen Gaunerstreiches ebenso fähig ist, wie der Dieberei und des Mordes im Wald.

   Der Wildschütz aus Passion, der sich eher noch in den Bergen als im Wald der Ebene findet – der Wildschütz, der nicht stehlen, nur jagen will aus Liebe zur Jagd, ist ein äußerst seltenes Exemplar. Aber auch er ist nicht der kühne Held mit den Eigenschaften, die ihm angedichtet werden, sondern ein schlauer, geriebener Bursch, der recht wohl weiß, dass er auf ungehörigen Wegen wandelt, und deshalb diese Wege auch so heimlich wie möglich sucht. Man fängt ihn selten, man munkelt nur immer von ihm, bis er sich eines Tages als Jäger für einen freien Posten meldet. Jeder verständige Jagdherr wird ihn mit offenen Armen aufnehmen. Und von gestern auf heute verwandelt sich dieser Wildschütz in einen pflichtgetreuen, unermüdlichen Jäger, der hinter den Wilddieben her ist, wie der Teufel hinter einer schlechten Seele, und im strengen Winter keine Straße lieber geht als den verschneiten Weg zum Futterplatz, bei dem das hungernde Wild des Hegers wartet, der ihm die Nahrung reicht.

   „Kein Heger, kein Jäger!“

   Ein Spruch, der so schön wie alt ist! Der Jagdherr, welcher Tausende opfert, um seinen Wildstand fahrlos über einen strengen Winter hinwegzubringen, denkt wohl zuweilen weniger an die Not des armen Getiers als an die Mehrung seiner jagdlichen Freuden. Er übt weidmännisch Werk, und das sei ihm zur Ehre nachgeredet! Aber Hut ab vor dem treuen, verlässlichen Berufsjäger, der sich Tag um Tag durch Wintersturm und Schneegestöber kämpft und für das Wohlbefinden des geliebten Wildes die Gesundheit seines Körpers in die Wagschale wirft.

   Während ich das schreibe, denk’ ich an solch einen Braven, dem ich an grobem Wintertag begegnete, als er vom Futterstadel heimkehrte, bis über die Hüften dick behangen mit Schnee, Haar und Bart umkrustet von Eis.

   „Grüß Dich Gott! Bist futtern gwesen?“, sprach ich ihn an. „Wie schaut’s denn aus bei Dir?“

   „Mein, gar net so schlecht!“, erwiderte er, tief Atem schöpfend, und stütze sich müd auf den vorgespreizten Bergstock. „Unser Herr spart net, Gott sei Dank, und Sach gnug is da zum Aufschütten. Da könnt’s gar weit net fehlen, bis der Frühling wieder da is! Die Hirschen sind gut beim zeug, die ganz guten werfen bald ab, und die minderen schauen sich auch net gar so schlecht an. Aber ’s Graffelwerk, d’ Mütter und Kälber übereinand, die haben harte Zeiten. Mar’ und Joseph! Gar oft dermachen s’ den Weg zum Futterstadel net. Was bleibt mir über? Muss ich ihnen halt den Türken und ’s Heu schön langsam einitragen bis ins Dicket. Und eins hab ich draußt, ein Mutterstückl, das gleich im ersten Schnee sein Kalbl verloren hat. Du lieber Herrgott! Das Stückl is schiech zum anschauen. Heut, wie ich futtern kommen bin, is’s wieder daglegen beim Stadel. Und net amal aufgstanden is’s, hat mich hin und her gehen lassen, wie wann’s mein Hundl wär! Jede Rippen hast ihm zählen können, und die ganzen Läuf, von der Schalen bis übers Knie, hat ihm der Harscht aufgrissen und schauderhaft zugricht’! Meiner Seel, wie ich dagstanden bin und hab mir so das Stückl angschaut… völlig weinen hätt’ ich können! Wird doch hoffentlich ’s Wetter bald amal umschlagen? Kreuz Teufel! Oft mein’ ich, als müsst ich die besser Zeit glei abi reißen vom Himi!“ –

   Das sind harte Wochen in den Bergen, für Jäger und Wild! Und die ‚besser Zeit’ lässt lange auf sich warten. Da haben es die Jäger im Flachland um vieles leichter. Aber auch im ebenen Feld und Wald, wenn sie hoch verschneit liegen und der sausende Wind über die kahlen Flächen und durch die laublosen Bäume pfeift, ist der winterliche Hegedienst eine schwere Mühsal. Der Weg zu den Fasanen- und Hühnerschütten, zu den Kohltrögen der Hasen und den Kleeraufen des Rehwildes muss Schritt um Schritt mit Keuchen und Schweiß erkämpft werden.

   Da hat der Brave ein Recht, erleichtert aufzuatmen, wenn stillere Tage kommen, wenn durch das ruhig ziehende Graugewölk ein erster freundlicher Sonnenstrahl seien leuchtende Straße bricht. Kehrt der Jäger am Abend heim von seinem Hegergang, so steht er mit vergnügtem Schmunzeln eine geduldige Weile am Ackersaum und hat seine Freude am ersten weidmännischen Lenzzeichen: Am verliebten Treiben der Hasen, die mit frühem Eifer und lobenswertem Fleiß dafür sorgen, dass sich die öden Felder wieder reich bevölkern. Und sitzt er bei sinkender Nacht in seiner warmen Stube hinter dem Krug, so träumt und sehnt er sich beim Pfeifenqualm der nahen zeit entgegen, in der die Drossel wieder schlägt und über die knospenden Birkenwipfel, schwebenden Fluges, die heimgekehrte Schnepfe streicht, mit ihrem Falzgesang das neue Jägerjahr begrüßend. Er nickt und lächelt.

   Ob er sich wohl die ‚Erste’ holen wird?

   Und droben in den Bergen sitzt um diese Zeit der Jäger in seiner schwül geheizten Hüttenstube, um deren Blockwände schon die Schneehaufen sinken und schmelzen. Er denkt ans ‚krummbe Federl’, das er sich im Frühjahr holen darf, klimpert dazu auf der verstaubten Zither, die nur geknüpfte Därme, keine ganze Saite mehr trägt – hat an dieser ‚spagatenen’ Harmonie seine lachende Freude und summt dazu:

„A Spielhoh(n) is a waxer Bua,
Der steht scho(n) auf in aller Fruah,
Kaam dass si’ d’ Nacht a wenig verziaht,
Da singt ’r aa scho(n) ’s erste Liad!
   Ob ’s Weder guat ob schlecht,
   Dös is eahm alles recht!

Da gruglt ’r und blast und singt
Dass ’s glei a Stund weit aussiklingt.
Und mit die Henna treibt ’r ’s Gspiel,
A Dutzend san eahm aan et z’viel!
   Wia den dös Gspusi freut,
   Da kriagst d’r grad an Neid!

I hab mer oft scho(n) denkt, auf Ehr,
Ja wann nur i a Spielhoh(n) wär!
Hat’s aber kracht und hat’s ’n gschlenkt,
Da hab i mer do wieda denkt:
   No’ liaber bin i scho(n)
   Der Jager als der Hoh(n)!

A luschtis Hearz, an reschen Muat,
Und ’s Spielhoh(n)federl auf ’m Haut,
Da ko(n)’s d’r nacher geh(n), wia’s mag,
’s weard nia net Nacht, ’s bleibt allweil Tag!
   Ob ’s guat kimmt oder schlecht,
   Juuuh! Mir is alles recht!“

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