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RiesenseidenspinnerWissenschaftlicher Name: Hyalophora cecropia
LebenszyklusDer Lebenszyklus der Motte entspricht den anderen Pfauenspinnern (Saturniidae). Sie legen ovale, hellbraune Eier auf die Blätter ihrer Wirtspflanzen. Wenn die Raupen aus den Eiern schlüpfen, sind sie schwarz und behaart (erste Erscheinungsform) und fressen zuerst ihre Eierschalen. Manchmal haben die frisch geschlüpften Raupen gelbe Borsten, die jedoch innerhalb weniger Minuten dunkel werden. Mit ansteigendem Alter häuten sich die Raupen 5 Mal. Die zweite Erscheinungsform ist gelb-grün mit schwarzen Punkten und orangenen, gelben und blauen Knöpfen. Die dritte und vierte Erscheinungsform hat kleinere Stacheln und sind der vorhergehenden recht ähnlich. Die fünfte Erscheinungsform hat eine weisliche Farbe mit hellgelben, blauen und roten Knöpfen. Die Raupen fressen sehr stark von ihrer Wirtspflanze und werden bis zu 12,5 cm lang. Dann spinnen sie ihren Kokon aus brauner Seide, in den die Blätter der Wirtspflanze eingewickelt sind. Dann verpuppen sie sich in dem zweischichtigen Kokon. Es gibt nur eine Brut pro Jahr, so dass der Kokon überwintert und die erwachsenen Riesenseidenspinner im Frühling schlüpfen. Nach dem Schlüpfen pumpen die erwachsenen Tiere Flüssigkeit in ihre Flügel, um sie auszubreiten. PaarungDie Weibchen setzten Pheromone in der Nacht frei,
die die Männchen mit ihren großen, buschigen Antennen erkennen können.
Männchen fliegen dann kilometerweit um ein Weibchen zu erreichen. Die
Motten paaren sich und das Weibchen verbringt den Rest ihres Lebens
damit Eier zu legen, während sich das Männchen noch mehrere Male paaren
kann. Da die erwachsenen Motten keine Mundwerkzeuge mehr haben, können
sie nicht fressen. Als Ergebnis ist die Lebenserwartung der erwachsenen
Riesenseidenspinner im Allgemeinen nur 7 bis 8 Tage, vielleicht etwas
länger oder kürzer, je nachdem wie aktiv das Tier ist. BedrohungenKrankheiten können für diese Motten ein großes Problem werden. Parasiten, wie einige Wespen- und Fliegenarten, legen ihre Eier in oder auf junge Raupen. Diese Larven schlüpfen dann in der Raupe, die dann das innere der Raupe fressen. Die Parasiten setzen chemische Stoffe frei, die die Regelmechanismen der Raupe übernehmen. Ist der Parasit groß genug, zwingt er damit die Raupe sich zu verpuppen. Ist die Raupe verpuppt, verpuppt sich auch die Larve des Parasiten und tötet dadurch die Puppe des Riesenseidenspinners. Hörnchen fressen auch die Puppen der Riesenseidenspinner und reduzieren die Bestände sehr stark. |
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Jürgen Kühnle
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